Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russische Raffinerie brennt – 1.400 Kilometer hinter der Front
Aktualisiert am 14.07.2026 – 08:00 UhrLesedauer: 9 Min.
Eine Raffinerie in Russland brennt: Sie befindet sich 1.400 Kilometer hinter der Front. (Quelle: Screenshot Exilenova_Plus)
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Mehrere russische Raffinerien brennen. Unterdessen macht Emmanuel Macron eine Ankündigung. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Ukraine attackiert russische Raffinerie nahe des Uralgebirges
Die Ukraine hat in der Nacht eine Raffinerie in der russischen Teilrepublik Baschkortostan in der Nähe des Uralgebirges angegriffen. Eine massive Attacke auf das Industriegebiet in Salawat bestätigte Republikchef Radij Chabirow bei Telegram. „Es gibt einige Rauchherde, die durch das Herabstürzen von Drohnentrümmern hervorgerufen wurden“, schrieb er. Tote und Verletzte gibt es seinen Angaben nach nicht. Die Feuerwehr sei beim Löschen. Medienberichten zufolge sind die Brände in der Ölverarbeitungsanlage ausgebrochen.
Salawat liegt mehr als 1.400 Kilometer von der Front entfernt. Die zum Ölkonzern Gazpromneft gehörende Raffinerie hat eine Verarbeitungskapazität von mehr als sieben Millionen Tonnen Rohöl im Jahr. Im September 2025 wurde sie bereits zweimal angegriffen. Nach Angaben Chabirows arbeitete sie anschließend aber weiter störungsfrei.
Die Ukraine hatte zuletzt die Weiterentwicklung einer Langstreckendrohne in Dienst gestellt. Die FP-1(ER) soll nach Angaben des Herstellers Fire Point eine Reichweite von bis zu 3.400 Kilometer schaffen.
Drohnentrümmer lösen Brand in russischer Ölraffinerie aus
In der südrussischen Region Krasnodar haben herabstürzende Drohnentrümmer nach Angaben der örtlichen Rettungsdienste einen Brand in einer Ölraffinerie ausgelöst. Die herabfallenden Trümmer beschädigten demnach auch mehrere Privathäuser, einen Wohnblock sowie ein Gebäude an einem Bahnübergang. Eine Person sei verletzt worden, heißt es weiter.
Russland-Sanktionen der EU: Manche Länder bremsen
Die EU-Staaten haben bei einem Außenministertreffen in Brüssel keine Einigung auf ein neues großes Paket mit Russland-Sanktionen erzielen können. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte im Anschluss an die Beratungen, sie bedauere dies. Man sei aber „recht nah“ an einer Verständigung.
Vertreter der EU-Mitgliedstaaten beraten bereits seit Wochen über Vorschläge der Kommission für neue Strafmaßnahmen, die Russlands Kriegsführung gegen die Ukraine weiter erschweren sollen. Die Pläne sehen unter anderem weitere Maßnahmen gegen den russischen Finanz- und Energiesektor sowie ein Einreiseverbot für russische Soldaten vor.
Um Russlands Einnahmen aus Ölexporten zu begrenzen, ist zudem geplant, die turnusmäßige Anpassung der Ölpreisobergrenze vorerst auszusetzen. Diese müsste sonst wegen der gestiegenen Weltmarktpreise infolge des Iran-Kriegs und der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus angehoben werden. Die Anpassung ist eigentlich zum 15. Juli – also zu diesem Mittwoch – vorgesehen. Nach Angaben von Diplomaten erschweren insbesondere nationalstaatliche Interessen die Einigung auf das neue Sanktionspaket. Demnach will etwa Griechenland heimische Reedereien schützen, die mit dem Transport von Flüssigerdgas in Drittstaaten Geld verdienen.
Macron: Ukraine darf französische Raketen produzieren
Frankreich erlaubt der Ukraine die Produktion französischer Marschflugkörper, Präzisionsbomben und Flugabwehrraketen. Darauf einigten sich Präsident Emmanuel Macron und sein ukrainischer Kollege Wolodymyr Selenskyj, wie Macron nach einem Treffen von rund 25 Staats- und Regierungschefs in Paris mitteilt. Zudem bestellt die Regierung in Kiew 16 französische Rafale-Kampfjets, die bis spätestens 2029 einsatzbereit sein sollen, sowie Luftabwehrsysteme der neuesten Generation. Damit erteilt Frankreich der Ukraine erstmals Lizenzen für die Rüstungsproduktion. Die Verbündeten der Ukraine planen zudem Militärübungen in den Nachbarländern, erklärt Macron weiter.
