Bielefeld-Mitte. Speed-Dating mit Robotern, eine Teddy-Klinik oder ein Alter-Simulationsanzug: Im Oktober und November kehrt die Geniale unter dem Motto „Wie geht´s uns?“ zurück. Mit 115 Angeboten an rund 500 Terminen wird das Thema Gesundheit – körperlich und psychisch – hautnah erlebbar. Die Geniale, das sind die Themenmonate der Wissenswerkstatt mitten in der Bielefelder Innenstadt. „Es geht ums Mitmachen, Mitreden und Ausprobieren“, sagt Gesa Fischer, Co-Leiterin der Wissenswerkstadt.
Das Thema Gesundheit spricht viele an, wie Maria Munzert, Projektleiterin der Wissenswerkstatt, sagt. Mehr als 30 Akteure seien dafür auf sie zugekommen. Neben Wissenschaftlern auch viele Einrichtungen: vom Evangelischen Klinikum Bethel über das Welthaus bis zur Arminia-Fußballschule. Das Thema wurde gemeinsam festgelegt. Aktuell und mit einer Verbindung zur regionalen Forschung müsse der Bezug sein, so Fischer. „Und Bielefeld ist eine echte Gesundheitsregion“.
Mit doppelt so vielen Angeboten wie im Vorjahr wurde ein neues System eingeführt. Die Angebote sind jetzt auf Thementage verteilt. An genialen Tagen, dem „Schlauen Langen Donnerstag“ („SchLaDo“) und Familientagen werden verschiedene Aspekte von Gesundheit behandelt. Workshops, Mitmach-Aktionen und Vorträge bieten Einblicke in unterschiedliche Themenbereiche. Für Schulklassen sind 99 Termine vorgesehen, ein Drittel davon ist bereits ausgebucht.
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Giulia Enders, Campustag und Gesundheitsmythen aufdecken
Ausprobieren, Mitmachen und Mitdiskutieren: Die GENIALE bietet Wissenschaft zum Anfassen.
| © Sarah Jonek
Der „SchLaDo“ richtet sich an Berufstätige und findet passend zum Feierabend statt. An sechs „SchLaDos“ werden Themen wie Altern, Frauengesundheit oder seelische Gesundheit behandelt. Für Familien sind die Familientage vorgesehen. An einigen Samstagen und in den Herbstferien ist das Programm für Kinder zusammengefasst: Roboter-Tag, Sportwissenschaften mit der Arminia-Fußballschule oder der Campustag am 9. Oktober. Bei der „Kinder-Uni“ können Kinder im Hörsaal Platz nehmen. Forschende geben Einblick in ihre Labore.
Auch Bühnenshows werden wieder angeboten. In diesem Jahr ist die Ärztin und Bestseller-Autorin Giulia Enders, bekannt durch „Darm mit Charme“ oder „Organisch“, beim „Brainstorm“ dabei. Auch „die einzig wahre Fake-Show“ findet wieder statt, diesmal zu Gesundheitsmythen. Forschende und Publikum decken gemeinsam Unwahrheiten auf. TV-Mediziner Doc Esser tritt ebenfalls auf.
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Zwei Monate lang dreht sich in der Wissenswerkstadt Bielefeld alles um körperliche und mentale Gesundheit.
| © Sarah Jonek
Wissenschaft erlebbar machen
„Wissenschaft mit der Gesellschaft teilen und verstehbar machen“, darauf lege die Universität Bielefeld Wert, so Vogt. Die Gesellschaft müsse nicht mehr belehrt werden, vielmehr gehe es darum, Innovation weiterzutragen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Auch die Hochschule Bielefeld ist mit zwanzig Angeboten vertreten. „Wir wollen unser Wissen für alle erlebbar machen“, sagt Nathalie Bartholomäus, HSBI-Vizepräsidentin für Transfer und gesellschaftliche Wirkung. So könne der Dialog verbessert werden.
Unter Forschenden ist die Wissenswerkstatt mittlerweile bekannt, wie Michaela Vogt, Prorektorin für Internationales, Diversität und Gesellschaft an der Universität Bielefeld, sagt. Viele freuen sich darauf, Neues auszuprobieren. Bei der Geniale kommt etwa die Hälfte der Angebote von den Bielefelder Hochschulen.
Fast alle Angebote sind kostenlos, nur für Bühnenshows und einige Workshops wird Eintritt erhoben. Für etwa die Hälfte der Programmpunkte ist eine Anmeldung notwendig. Das geht ab jetzt. Die Ausstellung kann ab Oktober von Montag bis Samstag, 10 bis 18 Uhr, spontan besucht werden. Die anderen Angebote finden zu festen Terminen statt. Weitere Infos unter wissenswerkstadt.de/geniale
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