Bielefeld. Mit Alkohol im Blut verlieren viele Menschen ihre Hemmungen, manche allerdings auch ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber anderen. Tagaus, tagein plagen sich Bielefelder Polizisten mit betrunkenen Verkehrsteilnehmern. Ein besonders dreister Fall ereignete sich jetzt in Schröttinghausen.
Fall 1: Wie Polizeisprecherin Sarah Siedschlag mitteilte, war ein Autofahrer in der Nacht auf Montag, 13. Juli, offenbar im alkoholisierten Zustand mit seinem Wagen in eine Leitplanke an der Beckendorfstraße gekracht. Ein Anwohner hatte gegen 1.30 Uhr den lauten Knall und anschließend ein lautes Hupen vernommen. „Als er nachsah, entdeckte er einen verlassenen Wagen und die beschädigte Leitplanke“, berichtet die Polizeisprecherin.
Die Polizei stellte später fest, dass diese auf einer Länge von 15 Metern in Mitleidenschaft gezogen worden war. Die Mercedes A-Klasse wies über die gesamte Beifahrerseite Kratzer und Dellen auf. Vom Fahrer fehlte zwar jede Spur, doch um es der Polizei nicht zu schwer zu machen, hatte er seine persönlichen Papiere im Wagen gelassen.
Leitplanke auf 15 Metern beschädigt und im Taxi davon
Kurz darauf stellte sich heraus, dass der auf diese Weise identifizierte 29-jährige Bielefelder einfach ein Taxi gerufen hatte und damit nach Hause nach Brake gefahren war. In der Nähe seiner Wohnung traf eine Polizeistreife den Mann auf einem Gehweg an. Beim Anblick der Beamten ließ der 29-Jährige eine Bubble Kokain fallen. Wegen seiner starken Alkoholisierung kam er ins Krankenhaus, wo er nicht nur seine Blutprobe abgeben, sondern den Beamten auch seinen Führerschein aushändigen musste. Sein Fahrzeug wurde sichergestellt.
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Fall 2: In Sennestadt war einer Polizeistreife am Mittwoch, 8. Juli, ein Audi A1 aufgefallen, dessen Fahrer offenbar konsequent links blinkte, wenn er rechts abbiegen wollte, und andersherum. So geschehen gegen 1.30 Uhr nachts an der Krackser Straße und am Semmelweisweg. Als die Beamten den Mann stoppten, kam ihnen schon am Autofenster eine Alkoholfahne entgegen. Der 25-jährige Fahrer aus Bielefeld reagierte auch nicht auf die Ansprache der Beamten. Einen Führerschein konnte er auch nicht vorzeigen. Weil ihm das Auto auch nicht gehörte, muss nun dessen Halter ebenfalls mit einem Strafverfahren rechnen: wegen des Zulassens des Führens eines Kfz ohne Fahrerlaubnis.
Lauter Knall macht Angestellten im Büro aufmerksam
Fall 3: Am Montagmittag, 13. Juli, rammte eine betrunkene Autofahrerin mit ihrem Mazda auf einem Parkplatz zwischen Windelsbleicher Straße und Senner Markt einen geparkten VW. Ein Angestellter nahm während seiner Büroarbeit gegen 11.40 Uhr den lauten Knall wahr und sah, wie die Mazda-Fahrerin einfach davonfuhr. Der aufmerksame Zeuge notierte sich das Kennzeichen und benachrichtigte die Polizei.
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Die Beamten klingelten daraufhin bei der 68-jährigen Halterin des Mazda. Die Bielefelderin behauptete, dass sie keine Kollision wahrgenommen habe und sich den frischen Unfallschaden an ihrem Fahrzeug auch nicht erklären könne. Auch am VW fanden sich frische und dazu passende Beschädigungen am Radkasten. Wegen der Alkoholfahne der Frau kam auch sie ins Krankenhaus, wo ihr eine Ärztin zwei Blutproben entnahm.
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