„Wie wird Wülfrath hitzeresilient?“ Mit dieser Frage hatten die Grünen zum zweiten grünen Treff ins Café Meiners eingeladen. „Die Anzahl der Teilnehmenden, ihre Ideen und Anmerkungen übertrafen bei weitem unsere Erwartungen“, fasst Alice Bruchhaus-Peter zusammen. Die Vorstandssprecherin der Grünen hatte den Treff organisiert.
Zwei Mitglieder der städtischen Seniorenvertretung berichteten über ihre Erfolge und Bemühungen hinsichtlich der Refill-Aktion. Dabei werden mitgebrachte Trinkwasserflaschen von den teilnehmenden Geschäften kostenlos aufgefüllt. Zurzeit hält der Seniorenrat in den Stadtteilen ohne Geschäftslokale nach Refill-Stationen Ausschau.
Auch Kühl-Oasen oder kühlende Inseln wurden angeregt und diskutiert. Dabei handelt es sich um Orte oder Räume, die entweder durch Klimaanlagen angenehm heruntergekühlt und öffentlich zugänglich sind, oder um Plätze, die per Sprühnebel Erfrischung bringen. Die Entsiegelung von Flächen sowie die Schaffung von Schattenplätzen durch Begrünung stehen weiterhin auf der grünen Agenda.
Daneben wurden die Folgen der Hitzephasen, wie etwa Starkregen, von den Anwesenden in den Blick genommen. Durch das Entsiegeln etwa von Parkplätzen könnte Wasser vor Ort versickern. „Beeindruckt hat mich, wie konkret und praxisnah die Vorschläge waren“, sagte Michael Neumann, Co-Sprecher des Grünen Ortsverbands. „So wurde zum Beispiel ein Stadtspaziergang mit fachlicher Expertise der Verwaltung vorgeschlagen, auf dem ermittelt wird, wo schattenspendende Bäume gepflanzt werden können – und sei es in großen Betonkübeln.“
Am Ende des gut zweieinhalbstündigen Treffens wurde allen Beteiligten klar, wie dringend Maßnahmen gegen die zunehmenden Hitzewellen ergriffen werden müssen. Die zur Verfügung stehenden Bundesmittel des Klima- und Transformationsfonds (KTF) müssen zügig an die Länder und Kommunen weitergereicht werden, da auch Wülfrath die Investitionen dafür nicht alleine stemmen kann.