
Stand: 14.07.2026 11:39 Uhr
Wegen der heftigen Unwetter in der vergangenen Nacht wurde die Feuerwehr in Stadt und Region Hannover zu rund 1.000 Einsätzen gerufen. Zwischenzeitlich waren die Notrufleitungen überlastet.
Zwischen 21.30 Uhr gestern Abend und 6.30 Uhr heute Morgen seien 2.300 Notrufe eingegangen, teilte die Feuerwehr mit. Allein in der Landeshauptstadt ist die Feuerwehr in diesem Zeitraum zu 715 unwetterbedingten Einsätzen ausgerückt. „In der Regel disponiert die Regionalleitstelle rund 1.000 Einsätze in 24 Stunden – ohne Unwetter„, sagte Benjamin Pawlak, Sprecher der Feuerwehr Hannover, dem NDR Niedersachsen. Innerhalb der Zeitspanne von neun Stunden seien jetzt nochmal 1.000 unwetterbedingte Einsätze hinzugekommen. „Man kann also von einer Verdopplung der Einsatzzahlen sprechen“, so Pawlak.

Ab Dienstagnachmittag traten gebietsweise Unwetter auf – vor allem im Süden. Auch am Mittwoch kann es Gewitter geben.
„Außergewöhnliche“ Regenmengen
Dabei hat vor allem der plötzlich einsetzende und teils sehr starke Regen für Probleme gesorgt. Er verursachte „außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen, wie sie in dieser Intensität selten sind“, hieß es von der Feuerwehr. In der Folge seien auch entsprechend viele Notrufe über die 112 eingegangen, sodass die Leitungen zeitweise überlastet waren. Der Großteil der Einsätze in der Stadt Hannover betraf vollgelaufene Keller, Aufzugsschächte und Tiefgaragen. Auch kam es laut Feuerwehr im Stadtgebiet zu Verkehrsbehinderungen durch die Wassermassen, weil beispielsweise Unterführungen geflutet wurden. Besonders betroffen war der Osten von Hannover. Vereinzelt mussten die Einsatzkräfte auch abgeknickte Äste oder umgestürzte Bäume beseitigen.
Feuerwehr arbeitet weiter Einsätze ab
Insgesamt waren den Angaben zufolge rund 300 Feuerwehrleute im Einsatz. Auch heute Vormittag werden noch immer Einsätze abgearbeitet – rund 100 Feuerwehrleute seien noch unterwegs, sagte der Sprecher. Sie erkunden demnach, ob die Feuerwehr vor Ort noch gebraucht wird. „Bis zum Mittag sind auch sicher noch weitere Einsätze dazugekommen“, sagte Pawlak.
Wann wähle ich den Notruf?
Der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen rät: Auch wenn man etwa bei Unwettern wegen überlasteter Leitstellen in der Warteschlange landet – nicht auflegen. „Die Anrufe werden nach der Reihenfolge des Eingangs abgearbeitet.“ Wer also auflegt und später erneut anruft, landet wieder hinten in der Schlange. Die 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst ist beispielsweise zu wählen, wenn es brennt, sich ein Unfall ereignet hat oder es sich um lebensbedrohliche medizinische Notfälle handelt. „Immer dann, wenn die Situation nicht einzuschätzen ist, Zweifel am Gesundheitszustand der betroffenen Person oder gar Lebensgefahr besteht“, heißt es vom Deutschen Roten Kreuz. Lebensbedrohliche Zustände sind zum Beispiel Atem- oder Herzstillstand, allergischer Schock, Herzinfarkt, Schlaganfall, starke Blutungen oder Verbrennungen.

Besonders betroffen war Elmshorn. Straßen wurden überflutet und Keller liefen voll. Jetzt laufen die Aufräumarbeiten.

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