Bielefeld. Fast zeitgleich mit dem Gewitter über Bielefeld heulten in der Nacht zu Dienstag stadtweit die Feuerwehrsirenen. Kaum war in Stieghorst ein Dachstuhlbrand ausgebrochen, eilte die Bielefelder Feuerwehr kurz nach 23 Uhr auch zur Bremer Straße, wo plötzlich ein Balkon in Flammen stand. Ob ein Blitz für diesen Brand ursächlich war, konnte die Kripo allerdings noch nicht klären.
„Erste Kräfte vor Ort haben auf einem Balkon ganz oben an der Gebäuderückseite starke Rauchentwicklung festgestellt“, sagt Feuerwehreinsatzleiter Markus Röhren. Der Balkon hatte zu diesem Zeitpunkt bereits in voller Ausdehnung gebrannt. „Dabei ist durch die Hitze ein Wohnungsfenster geborsten, so dass Rauch in die Wohnung eindringen konnte.“ Die Bewohnerin der betroffenen Wohnung hatte daher bereits Rauch eingeatmet, konnte sich aber selbst ins Freie retten und in Sicherheit bringen. Sie wurde vom Rettungsdienst kontrolliert, musste zum Glück aber nicht ins Krankenhaus.
Weil ein Großteil der einsatzbereiten Einheiten in Stieghorst beschäftigt war, eilte unter anderem der Einsatzleiter von der Feuerwache im Süden heran. Insgesamt waren an der Bremer Straße 25 Einsatzkräfte, sechs Feuerwehrfahrzeuge, ein Rettungswagen und ein Notarzt im Einsatz. Die Wehrleute löschten den Brand von innen und außen. Während ein Trupp unter Atemschutz die Flammen über die Wohnung von innen bekämpfte, gingen die Einsatzkräfte über die Drehleiter auch von außen gegen die Flammen auf dem Balkon vor.
Wohnung unbewohnbar, Sachschaden von 20.000 Euro
25 Einsatzkräft der Feuerwehr waren an der Bremer Straße im Einsatz.
| © Barbara Franke
Die betroffene Wohnung war nach dem erfolgreichen Löschen nicht mehr bewohnbar. Die Kripo geht von einem Sachschaden in Höhe von 20.000 Euro aus. „Lediglich die Nachbarn im Haus dürfen wieder zurück in ihre Räume“, sagte Röhren. Abschließend kontrollierten die Einsatzkräfte noch, ob sich weitere Glutnester im Wärmedämmverbundsystem an der Fassade oder im Dachstuhl befanden. Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach wurde nicht beschädigt.
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Zur Brandursache konnte die Polizei am Dienstag noch keine Auskunft geben. Ob vielleicht ein Blitz das Feuer ausgelöst haben könnte, war noch nicht geklärt. Während der Löscharbeiten war die Bremer Straße bis kurz vor 1 Uhr voll gesperrt.
Die Bremer Straße war während der Löscharbeiten gesperrt.
| © Barbara Franke
Arbeitsreiche Nacht für die Feuerwehr
In der Nacht zu Dienstag hatten die Einsatzkräfte in Bielefeld auch an anderen Orten allerhand zu tun: An der Flensburger Straße in Stieghorst brannte der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses. Ein Bewohner soll kurz vopr Brandausbruch einen lauten Knall gehört haben, woraufhin der Strom ausfiel und kurze Zeit später Flammen und Rauch sichtbar wurden. In Stieghorst geht die Kripo von einem Blitzeinschlag als Brandursache aus.
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Durch das Gewitter gab es außerdem sechs Einsätze wegen vollgelaufener Keller in Stieghorst und Hillegossen. Bielefeld kam dabei noch glimpflich davon. In der Nachbarstadt Verl mussten die Helfer zu mehr als 100 Einsätzen wegen des Gewitters ausrücken.
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