Am Freitagabend hat das erste Konzert vor 80.000 Besuchern auf der neuen Open-Air-Fläche auf dem Parkplatz (P1) an der Arena nach jahrelanger Vorbereitung stattgefunden. Die Befürchtungen der Anwohner vor Lärm und einem Verkehrschaos waren groß – und haben sich in Teilen bestätigt. Deshalb wollen die für den Düsseldorfer Norden zuständigen Politiker Informationen über die Abläufe der Veranstaltung, die Beschwerden und Möglichkeiten zur Verbesserung einholen.
Ratsherr Benjamin Tscholl (SPD) stellt dazu eine Anfrage in der Ratssitzung am Donnerstag (16. Juli). Die Verwaltung soll unter anderem beantworten, welche organisatorischen Mängel bei der ersten Veranstaltung festgestellt wurden und wie diese behoben werden können. Zudem will Tscholl erfahren, wie der Flughafen die verkehrlichen Auswirkungen in seinem Umfeld (Zufahrt Ankunft/Abflug, Ausfahrt aus den Parkhäusern) beurteilt.
Die CDU- und die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung 5 (BV) wollen die Erfahrungen mit den ersten Open-Air-Veranstaltungen ebenfalls auswerten. Sie haben daher Bezirksbürgermeister Benedict Stieber (CDU) gebeten, das Thema am 15. September auf die Tagesordnung der ersten Sitzung der BV nach der Sommerpause zu setzen. Ziel ist es, dass dann der Veranstalter D.Live eine Bilanz der bis dahin durchgeführten drei Veranstaltungen präsentiert.
„Zwar funktionierte die Sperrung der Wohngebiete für auswärtige Parkplatzsuchende in Lohausen und Stockum weitgehend. Gleichzeitig bildeten sich jedoch am späten Nachmittag kilometerlange Staus rund um das Messegelände, die auch Anwohner und Pendler zwischen dem Düsseldorfer Norden und der Innenstadt viel Zeit und Nerven kosteten“, ist einer der Kritikpunkte von CDU und SPD. Sie loben unter anderem aber auch, dass das versprochene Lärmschutzkonzept gut funktioniert habe.