Viele Autos und eine hohe Verkehrsbelastung sind nicht nur nervenaufreibend, sondern auch schlecht für die Gesundheit. Das Umweltbundesamt misst deswegen täglich die Feinstaubbelastung in deutschen Städten. Viele Jahre führte die Landhuter Allee in München die Liste an, doch das ist passé. In dieser bayerischen Stadt liegt nun die dreckigste Straße Deutschlands.
Auch Augsburger Straßen zeigen hohe Feinstaubwerte im Juni
Basierend auf den Messdaten der Behörde hat das Unternehmen Coway ein bundesweites Feinstaub-Ranking für den Juni 2026 erstellt. Dabei zeigte sich deutlich: Die Theresienstraße in Fürth ist mit einem Monatsmittel von 22,57 Mikrogramm pro Kubikmeter die am meisten mit Feinstaub belastete Straße in Deutschland. Auf Platz zwei und drei liegen die Ludwigshafener Messstationen in Mundenheim und der Heinigstraße. Doch auch Augsburger Straßen landen in der bayerischen Top 10.
Diese Orte in Bayern waren im Juni am meisten mit Feinstaub belastet:
- Theresienstraße in Fürth (22,57 Mikrogramm pro Kubikmeter)
- Angerstraße in Passau (20,17 Mikrogramm pro Kubikmeter)
- Landshuter Allee in München (18,97 Mikrogramm pro Kubikmeter)
- Schwimmbadstraße in Trostberg (18,30 Mikrogramm pro Kubikmeter)
- Stachus in München (18,10 Mikrogramm pro Kubikmeter)
- Gabelsbergerstraße in Neu-Ulm (17,81 Mikrogramm pro Kubikmeter)
- Johanneskirchen in München (17,63 Mikrogramm pro Kubikmeter)
- Karlstraße in Augsburg (17,47 Mikrogramm pro Kubikmeter)
- Bourges-Platz in Augsburg (17,17 Mikrogramm pro Kubikmeter)
- Friedrichshafener Straße in Lindau (16,47 Mikrogramm pro Kubikmeter)
Theresienstraße in Fürth meldet bundesweit höchste Feinstaubwerte
An der Landshuter Allee waren die Werte zuletzt niedriger. Grund dafür ist auch, dass die Stadt statt Tempo 50 ein geringeres Tempo von 30 Kilometern pro Stunde einführte. Das könnte bald aber vorbei sein. CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl forderte Ende 2025 ein Ende dieser Geschwindigkeitsbegrenzung. Laut ihm gebe es wegen der geringeren Feinstaubwerte künftig keine Grundlage mehr.
So hoch die Werte scheinen möchten, alle Messpunkte in Deutschland liegen deutlich unter dem aktuell gültigen EU-Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Ab 2030 liegt dieser Wert sogar nur noch bei 20 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der Richtwert ist bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) strikter und liegt bei 15 Mikrogramm pro Kubikmeter, denn nach Angaben der Europäischen Umweltagentur sterben in Deutschland rund 70.000 Menschen pro Jahr vorzeitig an den Folgen der Feinstaubbelastung.