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Köln – Neues Trainer-Team, neue Truppe, neuer Fußball. Aber wie radikal wird der Köln-Umbruch unter Chef-Coach René Wagner (37) intern am Ende wirklich – droht auch Kapitän Marvin Schwäbe (31) nach nur einem Jahr im Amt die Entmachtung?

Fakt ist: Die bisherige Team-Hierarchie stammt noch von Wagner-Vorgänger Lukas Kwasniok (44). Kölns Ex-Coach hatte Schwäbe vor einem Jahr zum Boss ernannt, Ron-Robert Zieler (37) zu seinem Stellvertreter. Dazu wählten die Spieler Jan Thielmann (24) und Marius Bülter (33) in den Mannschaftsrat.

Die 4 „Team-Chefs“ sind alle noch an Bord. Dass Wagner aber bei der Kwasniok-Konstellation bleibt, ist eher unwahrscheinlich, schließlich will der FC unter ihm bewusst einen neuen Weg einschlagen. Und Wagner wird seine eigene Vorstellung davon haben, wer und wie viele Spieler am Ende Verantwortung übernehmen sollen.

Eine Neubesetzung des Mannschafts-Rats ist also wahrscheinlich. Aber was wird aus Schwäbe?

Schwäbe geht voran! Kölns Keeper beim Trainingsauftakt mit der Mannschaft

Schwäbe geht voran! Kölns Keeper beim Trainingsauftakt mit der Mannschaft

Foto: Federico Gambarini/dpa

Schwäbe wartet gelassen auf Entscheidung

Die Voraussetzungen für eine weitere Amtszeit mit der FC-Binde sind zumindest gegeben. Schwäbe trägt gern die Verantwortung und wird vom Team akzeptiert und geschätzt. Er ist auch in der kommenden Saison gesetzt und der Wirbel um einen möglichen Sommer-Wechsel scheint vom Tisch. „Ich gehe in mein 6. Jahr. Ich bin sehr zufrieden und weiß, was ich hier habe“, sagt Schwäbe, dessen Vertrag zwar 2027 ausläuft, sich zuvor aber automatisch verlängert, wenn Schwäbe eine fixierte Anzahl an Einsätzen erreicht (BILD berichtete).

Allerdings gibt es auch Fragezeichen. Viele Trainer bevorzugen einen Feldspieler als verlängerten Arm und Kapitän. Wagner auch? Dazu haben Sportboss Thomas Kessler (40) und Wagner sich auf die Fahnen geschrieben, dem Team ein komplett neues Gesicht zu geben und ziehen den Mega-Umbruch (schon 10 Abgänge) auch deshalb rigoros durch.

Kölns Keeper geht trotzdem gelassen in den möglichen „Machtkampf“. Schwäbe sagte gleich zum Trainingsstart: „Heute ist der erste Tag. Ich habe mit René noch nicht darüber gesprochen. Ich denke aber, dass er das schon irgendwann machen wird. Ob es mit mir ist oder mit irgendjemand anderem, werden wir dann sehen.“

Krauß und El Mala Kapitäns-Kandidaten

Vielleicht auch, weil es im Team zumindest aktuell nicht wirklich viele Alternativ-Kandidaten gibt? Tom Krauß (25) wäre ohne Frage der naheliegendste Kapitäns-Kandidat, könnte je nach Transfers, die noch folgen, aber am Ende auch viel auf der Bank sitzen. Said El Mala (19) wäre wie einst Poldi sicher der ideale Anführer und FC-Repräsentant. Bei ihm ist die Gefahr aber gegeben, dass er trotz aller Transfer-Machtworte noch kurz vor dem Saisonstart überraschend wechseln kann. Dahinter wird es schon eng. Thielmann ist zwar der dienstälteste FC-Profi, ist aber längst nicht gesetzt. Und Abräumer Luka Lochoshvili (28) soll zwar vorangehen und Verantwortung übernehmen, ist aber neu im Team.