Frankreich scheitert im WM-Halbfinale an Spanien (0:2) – und hinterlässt dabei viele Fragezeichen. Die Star-Offensive um Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Co. fand gegen die starken Spanier kaum Lösungen. Ex-Weltmeister Christoph Kramer und Kult-Trainer Christian Streich lieferten im ZDF eine spannende Erklärung für den Auftritt der Franzosen.

Dabei meinte Kramer zuerst: „Frankreich kannst du gar nichts absprechen. Die wollten alle, die sind gelaufen.“ Auch bei den Laufwerten habe die Mannschaft gute Zahlen gehabt.

Doch für Kramer lag der entscheidende Unterschied woanders: Frankreich habe es beim WM-Halbfinale nicht als Einheit geschafft.

Der Ex-Profi: „Der große Unterschied ist, dass sie es nicht zusammenmachen.“ Gerade bei einer Mannschaft voller individueller Ausnahmekönner sei die Aufgabe des Trainers besonders schwierig.

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Kramer: „Diese Rasselbande musst du trainieren.“ Und weiter: „Wenn du mit Dembélé, mit Mbappé so viele internationale Top-Weltklasse-Leute hast, dann ist die größte Aufgabe als Trainer wahrscheinlich, die bei Laune zu halten.“

Dann wird er sehr deutlich und holt aus: „Du siehst heute bei Frankreich im Anlaufverhalten, dass Spanien gegen sie ewig spielen kann. Nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie einfach keinen Bock haben zu trainieren, und du es deswegen nicht einstudieren kannst.“

Christoph Kramer (35) im ZDF

Christoph Kramer (35) im ZDF

Foto: ZDF

Streich schwärmt von Spanien

Streich sah es ähnlich und schwärmte von den Spaniern: „Die Systematik heute, wie Spanien verteidigt hat, wie ein Lamine Yamal, der es natürlich machen muss, wie Baena, wie Oyarzabal verteidigt haben – jedes Mal, wenn der Franzose dir den Rücken gezeigt hat, raus im Pressing. Jedes Mal.“

Für den Ex-Trainer liegt ein weiterer Schlüssel im Unterschied der Mannschaftskulturen. Während Luis de la Fuente viele seiner Spieler bereits aus Jugendzeiten kennt, besteht Frankreichs Kader aus vielen Superstars mit großen Egos und unterschiedlichen Hintergründen.

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Quelle: MagentaTV14.07.2026

Streich über die Beziehung zwischen den Spaniern und ihrem Coach: „Die haben eine Demut vor dem Trainer, eine Dankbarkeit, weil er sie gefördert hat. Und dann ist es eine andere Geschichte.“