Flughafen Düsseldorf

Empörung wegen neuer Toiletten-Regel – Umfrage bringt Ergebnis

15.07.2026 – 08:51 UhrLesedauer: 2 Min.

imago images 0308687543Vergrößern des Bildes

Start am Flughafen Düsseldorf (Symbolfoto): Eine neue Regelung für Sicherheitskräfte wird von der Gewerkschaft Verdi kritisiert. (Quelle: IMAGO/Jochen Tack/imago)

Vorlesen

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

1x

Jetzt neu bei t-online:

Schriftgröße anpassen!

Artikel teilen

Ein „Griff ins Klo“ nennt Verdi die neue Regel für Sicherheitskräfte am Flughafen Düsseldorf. Was die Leser von t-online dazu sagen.

Eine neue Regelung für die Sicherheitskräfte am Flughafen Düsseldorf hat Diskussionen ausgelöst – auch unter den Lesern von t-online. In einer Umfrage mit dem Titel „Pinkelpause mit Ansage“ wollten wir daher wissen: Haben Sie Verständnis für die neue Regelung am Flughafen Düsseldorf? Insgesamt 2.118 Teilnehmer haben abgestimmt, das Ergebnis fällt denkbar knapp aus.

50,3 Prozent der Teilnehmer, das entspricht 1.065 Stimmen, gaben an: „Ja, das scheint wohl nicht anders zu gehen. Ich kann die Regelung verstehen.“ 49,7 Prozent, also 1.053 Stimmen, wählten hingegen die Antwort: „Nein, die Entscheidung ist ein Griff ins Klo. Das sollten sich die Mitarbeiter nicht gefallen lassen.“ Die beiden Lager liegen in der nicht repräsentativen Umfrage nur hauchdünn auseinander.

Toiletten-Regelung am Flughafen Düsseldorf: Darum geht es

Hintergrund der Abstimmung ist eine aktuelle Mitarbeiterinformation, die der Gewerkschaft Verdi vorliegt. Demnach sollen Beschäftigte der Fluggastkontrolle künftig beim Verlassen ihrer Kontrollposition – insbesondere für Toilettengänge – umgehend die zuständige Aufsicht informieren und sich anschließend wieder zurückmelden. Ziel sei es, zu verhindern, dass einzelne Kontrollspuren wegen zeitgleicher Pausen stillstehen. Die Verantwortlichen verweisen dabei auf Beispiele aus den vergangenen Tagen.

Verdi kritisiert die Maßnahme scharf und spricht von einem „Griff ins Klo“. Die Regelung zeige aus Sicht der Gewerkschaft ein grundsätzliches Personalproblem, nicht aber ein Fehlverhalten der Beschäftigten. Wenn bereits normale Toilettengänge dazu führten, dass Kontrollpositionen nicht mehr besetzt seien, lasse die Personalplanung offenbar keine Reserven mehr zu, so die Kritik.

Die für die Regelung verantwortliche Firma wollte sich auf Anfrage der Düsseldorfer Lokalredaktion von t-online nicht zu dem Vorgang äußern.