Die Feuerwehr war am frühen Nachmittag vor Ort im Einsatz. Teile der Fassade mussten geöffnet werden, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Der Brand sei bei Bauarbeiten ausgebrochen, hieß es. Zur Ermittlung der Brandursache werde die Polizei die Ermittlungen aufnehmen.

Personen vor Ort hätten bereits vor Eintreffen der Feuerwehr mit ersten Löscharbeiten begonnen. Um zu kontrollieren, ob sich das Feuer nicht innerhalb der Fassade weiter ausbreitet, habe diese geöffnet werden müssen, sagte der Sprecher. So könnten mögliche Glutnester gelöscht werden. Aus dem gleichen Grund habe zudem die Dachhaut geöffnet werden müssen. Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand.

Auf einem Bauzaun vor dem betroffenen Gebäude hängt schon der Hinweis auf das, was hier entsteht: das Trube-Becker-Haus, ein Sprecher der Uniklinik bestätigt das. Dort soll ein Zentrum für die interprofessionelle Versorgung von gewaltbetroffenen Menschen, besonders Kindern, entstehen, also etwa Opfer häuslicher Gewalt. „Das gesamte Projekt ist spendenfinanziert, nicht ein Euro aus öffentlichen Mitteln ist dort hineingeflossen“, so der Sprecher. Auch wenn das Ausmaß des Brandes noch nicht erkennbar sei, sei man nun noch mehr als zuvor auf Spenden angewiesen.

Geplant war eine Fertigstellung Ende 2026, Anfang 2027. „Ob der Zeitplan jetzt noch zu halten ist, da kann man nur hoffen“, sagte der Sprecher.

Unter dem Dach des Trube-Becker-Hauses sollen in Zukunft die Rechtsmedizinische Ambulanz für Gewaltopfer des Institutes für Rechtsmedizin des UKD, das So-zialpädiatrische Zentrum (SPZ) der UKD-Kinderklinik und das Childhood-Haus Düsseldorf vereint werden. Nach Angaben der Uniklinik handelt es sich dabei um ein europaweit einzigartiges Projekt. Praxis und Forschung sollen dort gemeinsam wirken. So soll dort auch der Bedarf an wissenschaftlichen Daten zu Themenbereichen wie Kindesmisshandlung, Kindesmissbrauch, häusliche Gewalt und Versorgungskonzepte für gewaltbetroffene Menschen adressiert werden.