Am Standort des Rheinhafen-Dampfkraftwerks Karlsruhe – kurz RDK – startet die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) Ende Juli mit dem Rückbau der früheren Thermoselect-Anlage. Die Anlage zur thermischen Entsorgung von Haus- und Gewerbemüll ist seit 2004 außer Betrieb. Mit dem nun beginnenden Rückbau wird die Fläche in der Hansastraße schrittweise für eine neue Nutzung vorbereitet.

Fläche wird für Lager- und Logistikzwecke genutzt

Die Arbeiten werden voraussichtlich rund ein Jahr dauern. In dieser Zeit wird die bestehende Gebäudestruktur zurückgebaut und das Gelände für eine neue Nutzung vorbereitet. Die freiwerdende Fläche soll künftig für Lager- und Logistikzwecke dienen. „Mit dem Rückbau der Thermoselect-Anlage schaffen wir dringend benötigte Freiflächen in direkter Nähe zum RDK. Gerade mit Blick auf die langfristige Transformation des Kraftwerksstandorts ist das ein wichtiger Schritt“, sagt Dr. Roman Sedlmair, Verantwortlicher für den Rückbau der Anlage bei der EnBW.

Kraftwerksneubau am Standort RDK in Prüfung

Am Standort RDK in der Fettweisstraße prüft die EnBW die Möglichkeit, eine wasserstofffähige Gaskraftwerksanlage aufzubauen. Ziel ist, das heute am Standort betriebene Kohlekraftwerk auf lange Sicht zu ersetzen und den Standort in Richtung einer flexiblen, klimafreundlichen Strom- und Wärmeerzeugung weiterzuentwickeln. Das Projekt Rheinhafen-Dampfkraftwerk (kurz „RDK9“) befindet sich derzeit im Genehmigungsverfahren. Eine endgültige Investitionsentscheidung steht noch aus.