genauso viel wie im Jahr davor. 2023 beliefen sich die Einnahmen aus dem Bereich der Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachung noch auf 13,8 Millionen Euro.

Im bundesweiten Vergleich ist Düsseldorf damit allerdings weit vorne dabei – laut einer Auswertung des Deutschen Anwaltsvereins (DAV) belegt die Stadt sogar Platz drei unter den „Blitzermillionären“. Dazu haben die Verkehrsrechtler des DAV 126 Städte in ganz Deutschland angefragt und um Zahlen gebeten, allerdings beteiligte sich nur die Hälfte an der Umfrage. Schaut man aber auf die verfügbaren Zahlen, so nahmen nur Hamburg (41,8 Millionen) und Berlin (37,9 Millionen) im Vergleich noch mehr als die Landeshauptstadt in Nordrhein-Westfalen ein. Hinter Düsseldorf folgen Stuttgart (16,9 Millionen) und Bielefeld (11,2 Millionen).

Neben den stationären Überwachungsanlagen im Stadtgebiet wie im Kö-Bogen (53.932 Verstöße) oder im Rheinufertunnel (65.716) gibt es in Düsseldorf auch spezielle Silhouettenblitzer an der Südbrücke (8.656) und seit Jahresbeginn auch an der Theodor-Heuss-Brücke, die querende Lkws trotz des geltenden Verbots erkennen sollen. Darüber hinaus setzt die Stadt auch auf mobile Blitzer und Messanhänger. An 700 Standorten wurden sie vergangenes Jahr aufgestellt, vorrangig soll es sich dabei um den Schutz von Schulwegen, der Sicherheit vor Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern oder allgemein um Unfallhäufungsstellen gehandelt haben.

Spitzenreiter unter den Temposündern war übrigens ein Autofahrer, der mit 157 Stundenkilometer durch den Rheinufertunnel raste – statt der erlaubten 60. Dafür bekam er ein Bußgeld in Höhe von 800 Euro, ein dreimonatiges Fahrverbot sowie zwei Punkte in Flensburg.