Handball | Bundesliga (F)
Stand: 15.07.2026 23:23 Uhr
Nach neun Jahren kehrt der HC Leipzig wieder in die Bundesliga zurück. Am Mittwoch fiel der Startschuss zum Trainingsauftakt. Allerdings waren noch nicht alle Spielerinnen beim Auftakt dabei.
Gut sechs Wochen nach dem Aufstieg geht es für den HC Leipzig wieder los mit der Vorbereitung auf die Bundesligasaison. Nach der Insolvenz 2017 und dem damit verbundenen Zwangsabstieg in die 3. Liga musste der sechsfache Deutsche Meister und siebenmalige DHB-Pokalsieger neun lange Jahre warten, um endlich wieder in der Beletage des deutschen Frauen-Handballs mitmischen zu können.
Töpfer startet mit Rumpfteam
Erik Töpfer, der seit 2023 das Amt des Cheftrainers übernommen hat und die Mannschaft in die Bundesliga führte, begrüßte am Mittwoch zum Trainingsauftakt allerdings nur ein Rumpfteam. Der Grund für die Abwesenheit einiger Spielerinnen ist allerdings ein erfreulicher, denn die deutschen U20-Handballerinnen hatten sich erst vor wenigen Tagen im Finale der Weltmeisterschaften in China gegen Dänemark den Titel gesichert.
WM-Quintett im Fokus
Mit Lisa Lammich, Marlene Tucholke, Laura Sophie Klocke, Jana Walther und Neuzugang Emma Niemann waren gleich fünf HCL-Spielerinnen beim Titelgewinn dabei. Das Quintett wird somit erst in der kommenden Woche zum Team stoßen. Die Hoffnungsträgerinnen sollen auch künftig ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft sein. „Man sieht, welches Potential in der Truppe steckt. Wenn fünf Mädels von uns dabei sind, machen wir nicht so viel verkehrt und jetzt ist für sie der nächste Step in die erste Liga, wo für sie auch eine große Rolle eingeplant ist“, erklärt Töpfer.
Kader komplett – Heimspiele in Markranstädt
Der Kader der Leipzigerinnen bleibt größtenteils erhalten. Nach den Abgängen von Hanna Ferber-Rahnhöfer, Nele Kurzke (beide Karriereende) und Lara Seidel (Ziel unbekannt) kamen mit Aleksandra Orowicz (1. FSV Mainz 05), Jasmin Eckart (HC Rödertal) und Emma Niemann (TV Hannover-Badenstedt/HL Buchholz-Rosengarten) drei Neuzugänge hinzu. Weitere personelle Verstärkungen soll es nicht geben.
Für die Spielerinnen stehen in den kommenden Tagen Krafttests und die Eingewöhnung an die Halle an. Wegen der Lizenzanforderungen für die Bundesliga trägt der HCL seine Heimspiele in Markranstädt aus, da im Gegensatz zur bisherigen Spielstätte in der Leipziger Brüderstraße eine Kapazität von 1.500 Zuschauern sowie eine Gegentribüne gefordert sind.
Saisonziel Klassenerhalt
Auch für die bevorstehenden Aufgaben muss sich das Team aus Leipzig umgewöhnen, weiß Töpfer. „Die Qualitätsdichte ist deutlich höher. Bis jetzt hatte man zwei, drei Spielerinnen auf einem hohen Niveau pro Mannschaft, der Rest war ein Klassenunterschied. Jetzt hat man in jeder Mannschaft Topspielerinnen, die Positionen sind doppelt besetzt. Das hatte man in der 2. Liga nicht. Da gab es oft einen sehr guten ersten Anzug und danach viele junge Spielerinnen aber noch nicht auf dem Niveau.“
Video:
HCL-Coach Erik Töpfer: „Sind am Ende der Nahrungskette“ (1 Min)
Als erklärtes Ziel steht für die Leipzigerinnen der Klassenerhalt an oberster Stelle. Eine Änderung der Spielweise für die bevorstehende Saison soll daher vorgenommen werden: „Wir brauchen ein, zwei neue Kniffe, die wir in der Vorbereitung erarbeiten werden, um die anderen Mannschaften in der 1. Liga ärgern zu können“, hofft Töpfer.
Der erste Härtetest steht für den HCL am 21. August an. Dann geht es im DHB-Pokal gegen den bestens bekannten Zweitligisten HC Rödertal.

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