Ngaeu Die Menge an russischem Gas, das über Pipelines in die EU transportiert wird, hat zugenommen. (Quelle: CNN)

Laut Daten von Kpler importierte die EU in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 9,97 Millionen Tonnen LNG aus dem russischen Yamal-LNG-Projekt, ein Anstieg von 16 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Importe hatten einen Wert von rund 5,96 Milliarden Euro (umgerechnet 6,82 Milliarden US-Dollar). Diese LNG-Menge machte über 97 % der Gesamtproduktion von Yamal LNG in diesem Zeitraum aus und belegt, dass der europäische Markt weiterhin der Hauptabnehmer russischer Arktis-Lieferungen ist.

Nicht nur LNG, sondern auch die Menge an russischem Gas, das per Pipeline in die EU transportiert wird, verzeichnet einen Aufwärtstrend. Im ersten Halbjahr stiegen die russischen LNG-Importe in die EU im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 %, während die Gasimporte per Pipeline um 7 % zunahmen.

Der Anstieg der Importe erfolgt vor dem Hintergrund erheblicher Volatilität auf dem globalen Energiemarkt.

Die Versorgungsengpässe im Nahen Osten, darunter Blockaden in der Straße von Hormuz und Schäden an der Gasinfrastruktur Katars, haben die europäischen Länder veranlasst, nach leicht verfügbaren alternativen Bezugsquellen zu suchen, wobei LNG aus der russischen Arktis zu einer wichtigen Option geworden ist.

Obwohl die EU mit der REPowerEU-Verordnung einen Fahrplan zur Beendigung ihrer Abhängigkeit von russischer Energie umgesetzt hat, ermöglichen Übergangsbestimmungen, dass viele bestehende Verträge weiterhin in Kraft bleiben, bevor ein vollständiges Verbot in Kraft tritt.

Im Ölsektor erhalten Ungarn und die Slowakei weiterhin russisches Rohöl über den südlichen Zweig der Druschba-Pipeline, dank einer befristeten Ausnahmeregelung vom EU-Verbot der Einfuhr von russischem Öl auf dem Seeweg.

Allerdings wurden die Öllieferungen über diese Route nach dem Konflikt in der Ukraine unterbrochen.

Die Öllieferungen nach Ungarn und in die Slowakei waren fast drei Monate lang unterbrochen, was die beiden Länder zwang, auf Notfallreserven zurückzugreifen und alternative Routen zu erkunden, darunter die kroatische Adria-Pipeline.

Zur Verbesserung der Energiesicherheit haben Ungarn und die Slowakei vereinbart, eine 127 Kilometer lange Pipeline zu bauen, um raffinierte Erdölprodukte zwischen den wichtigsten Raffinerien der beiden Länder zu transportieren und so das Risiko künftiger Versorgungsengpässe zu minimieren.

Quelle: https://baoquocte.vn/tu-khi-dot-lng-den-dau-mo-eu-van-dang-manh-tay-mua-hang-nga-419077.html