Er war ein Stück Vohwinkel. Michael Spitzer hat im Stadtteil als langjähriger ehemaliger Vorsitzender der Werbegemeinschaft Aktion-V, Impulsgeber sowie Zeitzeuge wichtiger Ereignisse viel erlebt und bewegt. Letze Woche verstarb er nach schwerer Krankheit im Alter von 71 Jahren. Sein Tod hat im Wuppertaler Westen große Anteilnahme ausgelöst. Auch in den sozialen Medien wird der bekannte Vohwinkeler in zahlreichen Kommentaren betrauert. Über ein halbes Jahrhundert war Michael Spitzer der Aktion V verbunden und führte 14 Jahre ihren Vorsitz. Die Gründungsversammlung erlebte er als Jugendlicher selbst mit. Erst in diesem Frühjahr gab Spitzer sein Amt an den neuen Vorstand weiter.
„Sein Tod hat mich tief getroffen und ich verliere einen guten Freund, den ich viele Jahre begleiten durfte“, sagt die ebenfalls langjährige ehemalige zweite Vorsitzende der Aktion V, Annette Raabe-Vehlow. Sie und Michael Spitzer konnten viel für den Stadtteil erreichen. Nach seiner Übernahme des Vorsitzes wurden unter anderem die Gesundheitsmesse, das Wein- und Schlemmerfest und das große Kinderfest auf dem Lienhardplatz ins Leben gerufen. Außerdem setzte sich der engagierte Vohwinkeler für die Wiederbelebung des Martinszugs ein. Auch am Schwebebahnpark im Stationsgarten und an den Fuchsschildern auf den Schwebebahnpfeilern hatte Spitzer großen Anteil.
„Er hinterlässt eine große Lücke“, sagt Gesa Jürgensen vom aktuellen Vorstandsteam der Aktion V. Michael Spitzer habe mit seiner kontaktfreudigen Art die Menschen zusammengeführt und neue Ideen entwickelt. „In Vohwinkel hinterlässt er viele Spuren“, so Gesa Jürgensen. Auch Vorsitzender Erdinc Özcan-Schulz würdigt die Verdienste seines Vorgängers. „Er hat sich immer für den Stadtteil eingesetzt. Sein Rat und seine Erfahrung werden uns sehr fehlen. Wir werden die Aktion V in seinem Sinn weiterführen“, betont Özcan-Schulz.
Bei den Anschlusshäusern der Werbegemeinschaft ist die Trauer ebenfalls groß. „Egal ob bei der Organisation des Vohwinkel-Tags oder bei den vielen kleinen und großen Herausforderungen für uns lokale Händler: Michael hatte immer ein offenes Ohr für das Handwerk vor Ort. Er war ein Mann der klaren Worte, der nicht nur geredet, sondern angepackt hat. Wir verlieren mit ihm einen geschätzten Wegbegleiter und einen echten Kumpel für Vohwinkel“, heißt es in einem Facebook-Statement von Fleischwaren Kaißner.
Auch die Politik würdigt Michael Spitzer und sein Lebenswerk. „Er war mit Herz und Seele ein engagierter Verfechter für Wuppertal und für sein Vohwinkel. Ein Lebenskünstler, ein Tausendsassa und ein Original, der sich nie lange bitten ließ, wenn Hilfe gebraucht wurde. Danke, Michael, für die vielen gemeinsamen Ideen und Projekte, die wir für Vohwinkel umgesetzt haben. Wir Vohwinkeler werden dich vermissen“, so Bezirksbürgermeister Andreas Schäfer. Anteilnahme und Lob für das langjährige Wirken des ehemaligen Aktion V-Vorsitzenden kommt von der Vohwinkeler CDU. „Vohwinkel verliert nicht nur eine prägende Persönlichkeit, sondern auch einen unermüdlichen und engagierten Mitbürger, der sich über Jahrzehnte hinweg mit ganzem Herzen für unseren Stadtteil eingesetzt hat. Michael Spitzer war ein Mensch der Tat, der das Wohl Vohwinkels und seiner Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellte. Sein unermüdlicher Einsatz, seine Begeisterungsfähigkeit und sein offenes Ohr für die Belange der Bürgerinnen und Bürger werden uns schmerzlich fehlen. Sein Wirken wird in zahlreichen Projekten weiterleben“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des CDU-Stadtbezirksvorsitzenden Thomas Schulz und des CDU-Fraktionssprechers Stephan Terhorst.
Die Gedenkfeier zum Tod von Michael Spitzer findet am 7. August um 11 Uhr in der Kapelle des Evangelischen Friedhofs an der Ehrenhainstraße statt.