Mit welcher Farbe assoziieren Sie die Stadt? Betongrau für Straßen, Höfe, U-Bahn-Schächte oder Backsteinrot für Altbau und Geschichte? Grelles Gelb wegen der Späti-Beleuchtung? Oder Regenbogen-farbig?

Die Künstliche Intelligenz, daraufhin befragt, findet: „Berlin ist grau mit trotzigem Neon.“ Tja, okay, ambitioniert. Wir haben Ihnen (ohne weitere KI-Hilfe) im Folgenden Veranstaltungen der Woche nach Farben sortiert, machen Sie das Beste daraus. Ob Sie ins Grüne radeln oder sich ins Blaue träumen, wir wünschen Ihnen eine bunte Woche.

1 Regenbogen: Für queere Rechte auf die Straße Lesbisch-schwules Straßenfest in Berlin-Schöneberg , ÂGleiche Rechte für Ungleiche - weltweit Unter diesem Motto veranstaltet der Regenbogenfonds e.V. zum 29. Mal Europas größtes Lesbisch-schwules Stadtfest am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg. Berlin Berlin Deutschland *** Lesbian gay street festival in Berlin Schöneberg , Equal rights for unequal worldwide Under this motto, the Rainbow Fund e V organizes for the 29th time Europes largest lesbian gay city festival at Nollendorfplatz in Berlin Schöneberg Berlin Germany Zum 32. mal findet das Lesbisch-schwule Stadtfest statt, dieses mal unter dem Motto: „Gleiche Rechte für Ungleiche – weltweit!“

© IMAGO/A. Friedrichs/IMAGO/Andreas Friedrichs

Am Wochenende vor dem Berliner Christopher Street Day findet in Schöneberg das Lesbisch-schwule Stadtfest statt, das größte queere Straßenfest Europas.

Verfehlen kann man es nun wirklich nicht, seit die BVG die Beschilderung am U-Bahnhof Nollendorfplatz um den Zusatz „Regenbogenkiez“ ergänzt hat. An unzähligen Ständen präsentieren sich queere und queerfreundliche Organisationen und Projekte.

Auf sechs Bühnen wird unter dem Motto „Gleiche Rechte für Ungleiche – weltweit!“ ein buntes Programm veranstaltet: Samstag treten etwa um 16 Uhr die Querplattler, Berlins erste schwule Schuhplattler, und um 18:45 Uhr der schwule Männerchor Männerminne auf.

Um 15:45 Uhr veranstalten Andrea Tangoschlampe und Else Buschheuer ein gemeinschaftliches queeres Tangotanzen. Sonntag gibt es um 15 Uhr Blasmusik von Transophonix und um 18 Uhr Afrobeats von Angela Ordu & Free Spiritz.

Auch die Queerspiegel-Redaktion des Tagesspiegels ist wieder mit einem eigenen Stand vertreten und diskutiert am Samstag um 16 Uhr auf der Queere-Medien-Bühne u. a. über die Lage des CSDs. (ero)

Lesbisch-Schwules Stadtfest

Wo: Nollendorfplatz, Schöneberg, Sa 18.7., 11-24 Uhr, So 19.7., 11-22 Uhr, Programm hier

2 Rot: Kirschen pflücken ARCHIV - 26.07.2020, Hamburg: Frisch gepflückte Kirschen liegen in einem Obstbaubetrieb in einer Kiste. (zu dpa: «Reiche Kirschenernte im Alten Land») Foto: Daniel Bockwoldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ So schmeckt der Sommer. Am besten selbst gepflückt!

© dpa/Daniel Bockwoldt

Ja, absolut, Kirschen und Erdbeeren bekommt man auch im Supermarkt. Aber dann kann man halt nicht nach zwei Stunden Ernte mit schmerzendem Rücken auf einen halbvollen Korb blicken und sich stolz als geborene:r Landwirt:in fühlen.

Der Zwang zur kleinen Landpartie (am Alex gibt es nun mal keine Obstplantagen) ist eher ein Plus bei der Angelegenheit. Die „Selbstpflücke Elisenau“ zum Beispiel liegt nordöstlich gerade so außerhalb der Stadtgrenze, dort kann man aktuell Süßkirschen, Erdbeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren pflücken.

Praktisch: das Erntetelefon, ein Anrufbeantworter, der tagesaktuell zuverlässig verkündet, was reif und vorrätig ist. (ans)

Landpartie mit Mehrwert

Wo: Pomona Gartenbau, Helenenauer Weg 2, 16356 Ahrensfelde, täglich 8-19 Uhr; Erntetelefon: 03338/757133, Infos hier

3 Grün: Raus mit dem Rad Bildnummer: 53234624 Datum: 08.07.2009 Copyright: Wirtshaus zur Pfaueninsel in Berlin, Gebäude, außen, Außenansicht , Landschaft; 2009, Berlin, Deutschland, Biergarten, Gastronomie; , quer, Kbdig, Totale, , Reisen, Europa Image number 53234624 Date 08 07 2009 Copyright Imago Schöning Tavern to Pfaueninsel in Berlin Building exterior exterior view Landscape 2009 Berlin Germany Beer garden Gastronomy horizontal Kbdig long shot Travel Europe Perfekt für die Stärkung nach der Radtour, sogar mit Insel-Blick: Das Wirtshaus zur Pfaueninsel.

© imago/Schöning

Keine Fähre, keine Pfauen: In der zweiten Julihälfte ist die Pfaueninsel an mehreren Tagen von der Außenwelt abgeschnitten, eine der Fähren ist beschädigt. Kein Grund, auf eine schöne Fahrradtour am westlichen Stadtrand, rein in den Düppeler Forst, zu verzichten.

Mit dem Rad in die S7 zum Wannsee, dann am Wannsee-Ufer an Liebermann-Villa und Haus der Wannsee-Konferenz vorbei. Nach ein paar Kilometern auf der Uferpromenade grüßt die Pfaueninsel, die auch zum Ansehen vom Ufer aus schön ist: im Biergarten am Wirtshaus zur Pfaueninsel.

Zurück zum S-Bahnhof über Glienicker Brücke und Königstraße. Keine Hochleistungstour, eher was Gemächliches fürs Wochenende. (meh)

Radeln mit Pfaueninsel im Blick

Wo: Start am S-Bhf. Wannsee, Wirtshaus zur Pfaueninsel Mi-So 12-18 Uhr geöffnet

4 Lila: Schreien, Tanzen, Entdecken

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Externen Inhalt anzeigen

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

Falls Sie auf der komplett englisch betexteten Startseite nicht viel verstehen („trailblazing creative practices“) – nur Mut. Es gibt eine Zusammenfassung in „Leichter Sprache“.

Oder Sie gehen mal im Radialsystem vorbei und schauen sich das einfach an. Im Kern ist das Forecast ein Zusammentreffen von Mentor:innen und ihren internationalen Schützlingen, jeweils aus spannenden Sphären wie Sci-Fi-Kunst oder Multimedia, vor Publikum.

Dazu gibt’s DJ-Sets und Workshops (z.B. für Schreien, am So), experimentelle Spaziergänge, Comedy. Der Anspruch: Neues! Hauptfarbe ist Lila, das steht für Kreativität und Spiritualität.

Forecast Festival

Wo: Radialsystem, Holzmarktstr. 33, Friedrichshain, Do-So 16.-19.7. Weitere Informationen und das Programm können Sie hier ansehen.

Tickets: Festivalpass 30/25 Euro, online hier.

5 Blau: Hafen-Feeling Berlin Reinickendorf OT Tegel Tegeler See / Tegeler Hafenfest - 20.07.2024 Berlin *** Berlin Reinickendorf OT Tegel Tegeler See Tegeler Hafenfest 20 07 2024 Berlin Erstrahlt, wenn das Licht richtig fällt, im strahlenden Blau: Der Tegeler See.

© imago/Jürgen Ritter

Man denkt unweigerlich an „Blau“, wenn man „Kreuzfahrtterminal“ bei der Autobahnabfahrt Tegel liest. So richtig hat das Flusskreuzfahrtgeschäft nie geboomt, aber das Hafenfest ist ein Dauerbrenner mit Kinderprogramm, Streetfood, dem „Tegeler See in Flammen“ (Fr 22:30 Uhr) und einem Musikprogramm, das vom Shanty-Chor über Buddy („Ab in den Süden“) bis zu DJ Tomekk reicht.

Am Ende der ereignisreichen Tage am schönen Tegeler See bekommt „blau“ dann noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Achtung: Auf der U6 und S25 gibt es Schienenersatzverkehr. (ipa)

Tegeler Hafenfest

Wo: Greenwichpromenade, 16.-19.7.; Do 16-22 Uhr, Fr 14-22:30 Uhr, Sa 12-22:30 Uhr, So 12-20 Uhr

Tickets: Eintritt frei

6 Gelb: Lichtdurchfluteter Neoimpressionismus Paul Signac Der Hafen bei Sonnenuntergang Paul Signac (1892) „Der Hafen bei Sonnenuntergang, Opus 236 (Saint-Tropez)“.

© Sammlung Hasso Plattner, Museum Barberini, Potsdam/Paul Signac, Der Hafen bei Sonnenuntergang, Opus 236 (Saint-Tropez), 1892

Zugegeben, mit „Gelb“ haben wir ein wenig geschummelt. Wie der Ausstellungstitel „Paul Signac: Symphonie der Farben“ verrät, geht es auf den Bildern der Neoimpressionisten ziemlich bunt zu.

Dennoch war das flirrende Gelb der Sonne an der Côte d’Azur (Abb.: Der Hafen von Saint-Tropez bei Sonnenuntergang) ein beliebtes Motiv.

Mit nebeneinander getupften, unvermischten Farben wollten die Neoimpressionisten den Reichtum des Sonnenspektrums einfangen. Statt auf der Palette sollten sich die Farben im Auge der Betrachtenden mischen.

Das Barberini widmet Signac, dem Mitbegründer des Neoimpressionismus, die erste große Ausstellung in Deutschland seit 30 Jahren im Dialog mit Werken anderer Künstler:innen der Bewegung. (thp/wei)

Paul Signac: Symphonie der Farben

Wo: Museum Barberini, Humboldtstr. 5, Potsdam, Mi-Mo 10-19 Uhr

Tickets: ab 16/10 Euro, online hier.

7 Schwarz: Hinter der Leinwand People watch a light and sound installation during a private viewing ahead of the opening day of the art exhibition "The Dark Rooms Veins" at an abandoned cinema in Berlin, Germany, July 9, 2026. REUTERS/Annegret Hilse Ein Spektakel aus Licht und Dunkelheit: Die Lichtinstallationen der Ausstellungsreihe „The Dark Rooms“.

© REUTERS/ANNEGRET HILSE

Schwarz sollten Sie sich kleiden, um den Eindruck dieses einmaligen Erlebnisses nicht zu schmälern. Und nein, es geht um keinen Techno-Tempel.

Die Ausstellungsreihe „The Dark Rooms“ öffnet seit einigen Jahren die Türen zu aufregenden Lost Places in Berlin, zu verlassenen Brauereien, Hotels, Treppenhaustürmen.

Mehr aus Kunst und KulturBaustart im Ausflugsparadies Die wichtigsten Pläne zum Gutspark an der Berliner Havel Angela Merkels Porträtist im Gespräch „Mein Blick auf sie hat sich geändert“ Silent-Reading-Partys Was hinter dem betreuten Lesen steckt

Was schon ein Erlebnis für sich wäre, liefert den atmosphärischen Rahmen für immersive Sound- und Lichtinstallationen internationaler Künstler:innen.

Der Titel „Veins“ deutet schon darauf hin: In dem dieses Jahr bespielten Kinokomplex geht es um geheime Räume hinter der Leinwand, durch ein Labyrinth aus Transportgängen, Tunneln und dunklen Kammern. (ipa)

The Dark Rooms: Veins

Wo: (zunächst) geheimer Ort in Berlin, bis So 26.7., Do/Fr 15-23 Uhr, Sa/So 10-23 Uhr

Tickets: ab 35 Euro. Weitere Informationen gibt es hier.