Am Montag, 20. Juli 2026, wollen Mieter aus der Königsberger Straße in der Waldstadt ihre Forderungen an ihren Vermieter, die Volkswohnung, übergeben. Unterstützt werden sie dabei von der Initiative Soziale Wärmewende Karlsruhe. Zur Übergabe eingeladen sind laut einer Mitteilung vom 16. Juli auch Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Volkswohnung. Geplant sind persönliche Berichte von Mietern, das Verlesen der Petition und anschließend die Übergabe an einen Vertreter der Volkswohnung.

  • Wann? Montag, 20. Juli, 11 Uhr 
  • Wo? Vor dem seit 1. Januar 2026 geschlossenen Servicebüro in der Waldstadt (Königsberger Straße 37)

Worum geht es?

Die Bewohner berichten von wiederkehrenden Mängeln: genannt werden gesundheitsschädlicher Schimmel, undichte sowie kaputte Fenster sowie Probleme mit den Heizungen. Gefordert werden eine nachhaltige Instandhaltung der Gebäude und bessere Kommunikation.

Im Sommer kann warme, feuchte Luft Schimmel in kühlen Räumen begünstigen. (Symbolbild)

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Im Sommer kann warme, feuchte Luft Schimmel in kühlen Räumen begünstigen. (Symbolbild)
Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa

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Im Sommer kann warme, feuchte Luft Schimmel in kühlen Räumen begünstigen. (Symbolbild)
Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa

Forderung: Sprechstunde zurück, Sanierung klären

Ein konkreter Punkt: Die seit Januar 2026 abgeschaffte Sprechstunde in der Waldstadt soll wieder eingeführt werden. Außerdem wollen die Mieter wissen, ob und wann eine Sanierung der teils in sehr schlechtem Zustand befindlichen Häuser geplant ist.

Petition mit mehr als 100 Unterschriften

Mehr als 100 Unterschriften seien zusammengekommen. Die Initiative und die Mieter erwarten, dass die Volkswohnung die Petition persönlich entgegennimmt, zu den Vorwürfen Stellung bezieht und die Forderungen ernsthaft prüft.

Ein Mieter wird wie folgt zitiert: „Die Fenster sind uralt, wahrscheinlich aus dem Baujahr des Hauses 1959. Sie sind in einem schlechten Zustand und erfüllen zum Teil ihre Funktion nicht mehr. Das Küchenfenster ist undicht, im Winter kühlt dadurch die Wohnung stark aus. Jeder, der die Fenster sieht, denkt sich, dass diese schon vor langer Zeit hätten ausgetauscht werden müssen. Es ist unglaublich, dass die Volkswohnung GmbH der Stadt Karlsruhe die Wohnungen derart verwahrlosen lässt.“

Kaputte Fensterscheibe. (Symbolbild)

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Kaputte Fensterscheibe. (Symbolbild)
Foto: Markus Scholz/dpa-tmn

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Kaputte Fensterscheibe. (Symbolbild)
Foto: Markus Scholz/dpa-tmn

Silke von der Initiative Soziale Wärmewende Karlsruhe ergänzt: „Der langjährigen Leerstand des großen Gebäudeblocks Nr.2 ist bei dem angespannten Karlsruher Wohnungsmarkt eine Katastrophe! Die Stadt Karlsruhe schröpft indes die Volkswohnung. Es ist nicht akzeptabel, dass allein in den letzten beiden Haushalten 13,5 Millionen Euro der Volkswohnung dazu verplant sind, die Löcher im Karlsruher Haushalt mit zu stopfen. Dieses Geld müsste stattdessen zur energetischen Sanierung und Instandhaltung des Gebäudebestands der Volkswohnung eingesetzt werden.“