Schallplatten, Digitalkameras und viele andere zwischenzeitlich vergessene Produkte haben längst als Retro-Trend ein Comeback erlebt. Nun kehrt mit der Diddl-Maus ein weiteres Kultobjekt zurück und versetzt viele Menschen in ihre Kindheit zurück.
In den 1990er- und frühen 2000er-Jahren gehörte Diddl für viele Kinder zum Schulalltag. Ganze Ordner wurden mit den bunten Blättern gefüllt, auf Schulhöfen wurde getauscht und über seltene Motive verhandelt. Besonders beliebt waren Glitzerpapier, ausgefallene Designs und Blöcke mit Erdbeer-, Vanille- oder Aprikosenduft.
In den letzten Jahren verschwand ein Großteil der gesammelten Schätze in Schubladen oder in Kisten auf dem Dachboden der Eltern. Jetzt könnte ein neuer Hype um die Kultmaus bevorstehen: Am 20. Juli feiert Diddl ihr offizielles Comeback in Deutschland. Fans dürfen sich auf neue Produkte wie ein Aquarell-Set, Ausmalposter, Sticker und ein Zeichenbuch freuen. Erhältlich sind sie in Spiel- und Schreibwarengeschäften. Auch Vorbestellungen bei großen Onlineshops sind bereits möglich.
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Wie Diddl entstand
Die Geschichte der berühmten Maus begann am 24. August 1990. An diesem Tag fertigte der Zeichner Thomas Goletz zwischen vielen anderen Tierskizzen den ersten Diddl-Entwurf an. Ursprünglich war die Figur keine Maus, sondern ein Känguru.
Erst später wurde daraus Diddl in der heutigen Form mit den großen Ohren und riesigen Füßen. Aus der Skizze entwickelte Goletz später Postkartenmotive, die er an verschiedene Verlage schickte. Die Firma Depesche rief damals sofort an und bestellte eine ganze Serie, die Anfang 1991 auf den Markt kam.
Glück, Fleiß und Talent – so beschrieb Goletz einst sein Erfolgsrezept. Schnell eroberte Diddl nicht nur die Schreibwaren-, sondern auch zahlreiche andere Produktwelten. Von Tage- und Freundebüchern über Kaffeebecher und Bettwäsche bis hin zu Schulranzen war die Maus überall präsent. Im Laufe der Jahre bekam Diddl Gesellschaft von Figuren wie Diddlina, Pimboli und Wollywell. Auch sie wurden zu beliebten Sammelobjekten.
Alte Diddl-Schätze können wertvoll sein
Wer heute noch alte Diddl-Produkte besitzt, könnte einen kleinen Schatz im alten Kinderzimmer haben. Auf Gebrauchtwarenplattformen werden seltene Sammlerstücke teilweise für vierstellige Summen gehandelt. Eine Tiger-Diddl-Plüschfigur erzielte kürzlich beispielsweise rund 1.450 Euro. Umfangreiche Sammlungen der beliebten Schreibblöcke können ebenfalls Preise von mehreren Hundert Euro erreichen.
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Das Comeback der Kultmaus
Diddl war ein weltweiter Erfolg. In fast 30 Ländern wurden mehr als 20.000 verschiedene Produkte hergestellt und verkauft. Nach einer über zehnjährigen Pause kehrt die Figur nun zurück.
Die neuen Produkte wie Schreibblöcke, Stifte, Kaffeebecher und weitere Sammelartikel waren zunächst in Frankreich und in der Wallonie in Belgien wieder erhältlich. „In den vergangenen Jahren ist Diddl in eine Art Dornröschenschlaf gefallen“, erklärte Erfinder Thomas Goletz anlässlich der Wiedereinführung in Frankreich im letzten Jahr. Ab dem 20. Juli ist Diddl auch wieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.