„Nächster Flug Richtung Moskau“: Kiew droht Putin mit neuer Rakete
Die ukrainische Rüstungsfirma Fire Point arbeitet an einer neuen ballistischen Rakete, die nach eigenen Angaben Ziele in Moskau erreichen könnte. Sollte die FP-9 einsatzbereit werden, könnte sie den Krieg auch strategisch verändern. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Selenskyj reagiert auf Proteste – und will Entlassung Fedorows prüfen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj prüft nach eigenen Angaben noch die Nachfolge für den entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Der bisherige Innenminister Ihor Klymenko sei einer von mehreren Kandidaten, die zur Diskussion stünden, sagte Selenskyj am Donnerstag. Er werde die Angelegenheit erneut prüfen. Dem Parlament lägen noch keine offiziellen Vorschläge vor.
- Selenskyj trennt sich von beliebtem Minister: Streit mit General?
Die Entlassung Fedorows hatte in Kiew und anderen Städten des Landes seltene Proteste in Kriegszeiten ausgelöst. Der 35-Jährige hat das Verteidigungsministerium nur ein halbes Jahr lang geführt, gilt aber als einer der Architekten der aktuellen militärischen Erfolge der Ukraine, vor allem im Bereich der Drohnenkriegsführung. In Teilen der Armee und in der Öffentlichkeit genießt Fedorow daher ein hohes Ansehen, während er sich in der Rüstungsindustrie und im Parlament zum Teil unbeliebt machte. Fedorow gilt als rigoroser Reformer, hat es aber offenbar versäumt, Veränderungen richtig zu kommunizieren.
Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag offenbarte Fedorow auch einen tiefen Bruch mit Armeechef Oleksandr Syrskyj und Generalstabschef Andrij Hnatow, deren Entlassung Fedorow forderte. Präsident Selenskyj gerät nun offenbar zwischen die Lager der Anhänger und Gegner Fedorows. Diesem wurden zuletzt auch Ambitionen auf Selenskyj Präsidentenamt nachgesagt. Daher gibt es auch Spekulationen, dass Selenskyj sich mit der Entlassung Fedorows eines politischen Konkurrenten entledigen wollte.
Naftogaz-Chef wird Regierungschef
In der Ukraine hat das Parlament den neuen Ministerpräsidenten Serhij Korezkyj bestätigt. Für die Ernennung stimmte eine deutliche Mehrheit von 289 Abgeordneten. 226 waren notwendig gewesen. Korezkyj leitete bislang den staatlichen Energiekonzern Naftogaz. Eine der wichtigsten Aufgaben des 48-Jährigen besteht in der Vorbereitung des Landes auf den nächsten Kriegswinter.
Proteste und Boykott nach Rücktritt von Minister
Nach dem Rücktritt des ukrainischen Verteidigungsministers Mychailo Fedorow kommt es in der Ukraine zu Protesten, Boykott und mindestens einem hochrangigen Rücktritt. Fedorow hatte sein Amt am Mittwochabend überraschend abgegeben. Tatsächlich ist sein Abgang aber wohl das Ergebnis einer Regierungsumbildung, die Präsident Wolodymyr Selenskyj vorantreibt. Fedorows Posten soll der Polizeigeneral und bisherige Innenminister Ihor Klymenko übernehmen.
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