Die Autobahn GmbH sperrt auf der A59 von Montag, 20. Juli, 5 Uhr, bis zum 12. August, 5 Uhr, die Anschlussstelle Duisburg-Meiderich in Fahrtrichtung Dinslaken. Das teilte die Autobahn GmbH am Donnerstag mit. Die Anschlussstelle müsse gesperrt werden, weil die Netze Duisburg im Bereich der Bürgermeister-Pütz-Straße nahe der Anschlussstelle an unterirdischen Kabeln arbeiten.

Die Arbeiten seien notwendig für den Neubau des Berliner Brückenzuges. Umleitungen für die gesperrte Anschlussstelle sind mit dem roten Punkt beschildert. Autos und Lkw müssen also innerstädtische Ausweichstrecken nutzen, bevor sie auf die A59 in nördliche Richtung fahren können – alle, die hier unterwegs sind, werden sich also in Meiderich erst einmal auf längere Fahrtzeiten einstellen müssen.

Mit dem Neubau der Berliner Brücke startet der erste Abschnitt des geplanten sechsstreifigen Ausbaus der A59 zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg (A40/A59) und der Anschlussstelle Duisburg-Marxloh. Der Planfeststellungsbeschluss für den rund 6,7 Kilometer langen Gesamtabschnitt stehe noch aus, so die Autobahn GmbH.

Aufgrund der hohen Dringlichkeit hat das Fernstraßen-Bundesamt (FBA) jedoch im Mai 2025 bekanntlich eine vorläufige Anordnung erlassen. Sie erlaubt den frühzeitigen Start der Arbeiten an der Berliner Brücke – beschränkt auf den Bereich zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg und der Stadtparkbrücke. Die Brücke wird bereits vor dem geplanten sechsstreifigen Ausbau erneuert, da bei Bauwerksprüfungen im Oktober 2024 zusätzliche Mängel an der Tragfähigkeit der bestehenden Brücke festgestellt wurden, insbesondere für schwere Lkw.

Der Brückenzug Berliner Brücke besteht aus mehreren aufeinanderfolgenden Bauwerken mit einer Gesamtlänge von rund zwei Kilometern. In der ersten Bauphase errichtet die Autobahn GmbH des Bundes westlich der aktuellen Brücke ein komplett neues Teilbauwerk, das später den Verkehr in Fahrtrichtung Süden aufnehmen wird. Dieses erste Teilbauwerk soll bis Herbst 2029 fertiggestellt sein.

Danach wird der Verkehr auf den Neubau umgelegt. Anschließend erfolgt der Rückbau des bestehenden östlichen Brückenzugs sowie der Bau des zweiten Teilbauwerks in Fahrtrichtung Norden. Umstritten ist, ob der weitere Ausbau im Norden in Trog- oder Tunnellage erfolgen soll. Während die Stadt und die Anwohner lieber einen Tunnel hätten, lehnt der Bund dies ab und verweist auf längere Bauzeiten und höhere Kosten. Erfolgt die Planfeststellung wie bislang beabsichtigt, droht die Stadt mit einer Klage, um doch noch einen Ausbau in Tunnellage zu ermöglichen.