Günther-Wünsch kritisierte aber den Plan, den Unterhaltsvorschuss nur bis zum 16. Geburtstag zu zahlen. „Kinder dürfen nicht die Leidtragenden sein, wenn ein Elternteil sich seiner Verantwortung entzieht“, so die Senatorin im rbb. CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers stimmte ihr zu und schrieb dazu bei X: „Berlin wird das so nicht mitmachen!“.

Ähnlich äußerte sich Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD): Er verstehe, dass die Kostenexplosion nicht mehr tragbar sei. Doch: „Statt sich nun an Alleinerziehende und deren Kinder zu halten, sollten wir diejenigen heranziehen, die dafür verantwortlich sind, dass die Allgemeinheit für ihre Kinder zahlen muss.“ Es müssten die Rechtsmittel verstärkt genutzt werden, um die Rückzahlungen von den Unterhaltsschuldnern einzutreiben.

Die Begrenzung bis zum 16. Lebensjahr sei der falsche Weg, sagte Wilke. „Sie greift ein in Bildungswege junger Menschen, sorgt für Verunsicherung und Ängste und hätte schon deswegen wenig Effekt, weil viele Betroffene in die Grundsicherung oder das Wohngeld übergehen müssten, wo sie weiterhin staatlich alimentiert würden.“