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Düsseldorf – Schläge wegen der Scharia? Ein Mann soll im Flieger von der Türkei nach Düsseldorf ausfällig geworden sein, weil er nicht neben einer Frau sitzen wollte. Als eine Stewardess den Passagier darauf ansprach, soll er ihr ins Gesicht geschlagen haben. Die Polizei ermittelt.

Nach BILD-Informationen passierte der Vorfall, der die Behörden jetzt beschäftigt, bereits am 1. Juni gegen 6 Uhr in einem Flieger der „Turkish Airlines“. Demnach wurde die Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf zu dem gelandeten Flugzeug gerufen, um eine Anzeige wegen Körperverletzung aufzunehmen.

Der Vorfall soll an Board eine Maschine der „Turkish Airlines“ passiert sein

Der Vorfall soll an Board eine Maschine der „Turkish Airlines“ passiert sein

Foto: Sven Severing/Jan Huebner

Inzwischen wurde die Strafanzeige von der Bundespolizei an die Polizei Düsseldorf abgegeben, die weitere Ermittlungen führt. Ein Polizeisprecher auf BILD-Anfrage: „Laut ersten Zeugenaussagen habe der Mann sich auf die Scharia berufen und lehnte es ab, neben einer Frau zu sitzen.“ Daraufhin sprach ihn die Flugbegleiterin an – da soll sie der Fluggast geohrfeigt haben.

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Nach BILD-Informationen ist der beschuldigte Passagier ein 29-jähriger Deutscher aus dem Ruhrgebiet, offenbar mit türkischem Migrationshintergrund. Wie BILD erfuhr, soll der Passagier gegenüber den Beamten der Bundespolizei die Tat zugegeben haben.

Was ist die Scharia?

Der Begriff wird im heutigen Sprachgebrauch für „islamisches Recht“ verwendet. In diesem Rechtssystem gilt Allah einziger Gott und als oberster Gesetzgeber. In vielen mehrheitlich muslimischen Ländern (wie Saudi-Arabien, Iran oder Afghanistan) ist die Scharia die primäre oder alleinige Grundlage der staatlichen Gesetzgebung. Die Auslegung und Härte der Strafen reicht dabei von moderaten bis hin zu extremen, fundamentalistischen Ausprägungen.