Schüsse vor Dresdner Supermarkt
Was über den Täter bislang bekannt ist
16.07.2026 – 19:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Absperrband und Polizeiauto vor dem Netto-Markt in der Friedrichstadt: Dort kam es am Mittwochmorgen zu einem Großeinsatz. (Quelle: Katharina Kausche)
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Nach dem Großeinsatz vor einem Dresdner Netto-Markt beantragt die Staatsanwaltschaft die Einweisung in die Psychiatrie. Der Mann ist erheblich vorbestraft.
Der Mann, der vor einem Netto-Markt in Dresden-Friedrichstadt eine Waffe auf Polizisten richtete und „Allahu akbar“ rief, ist nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft psychisch schwer erkrankt. Anhaltspunkte für ein islamistisches Tatmotiv hätten die bisherigen Ermittlungen nicht ergeben, teilte die Behörde am Donnerstag mit.
Sie beantragte die Einweisung des 41-Jährigen in ein psychiatrisches Krankenhaus. Der Vorfall hatte sich am Mittwochmorgen ereignet – Polizisten stoppten den Mann mit Schüssen und verletzten ihn schwer. Laut Staatsanwaltschaft haben die Beamten zweimal geschossen.
Die Staatsanwaltschaft stellte am Donnerstag bei einer Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Dresden den Antrag auf einstweilige Unterbringung. Der 41-Jährige soll demnach noch im Tagesverlauf einer Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Dresden vorgeführt werden.
Angriffsversuch am Wochenende in der Dresdner Innenstadt
Der Beschuldigte sei bereits erheblich vorbestraft, so die Staatsanwaltschaft. Bereits am Samstag, dem 12. Juli, soll der 41-Jährige gegen 2 Uhr nachts am Dr.-Külz-Ring in der Dresdner Innenstadt versucht haben, einen anderen Mann mit einem Hammer zu schlagen.
Dem Angegriffenen gelang es laut Staatsanwaltschaft, den Schlag abzuwehren und dem Angreifer den Hammer zu entreißen. Er blieb unverletzt.
Staatsanwaltschaft nennt Details zum Ablauf
Nachdem sich die Polizei am Mittwoch mit Details zur Tat noch zurückhielt, schlüsselt die Staatsanwaltschaft den Einsatz nun auf: Gegen 8 Uhr tauchte der 41-Jährige mit einer Schusswaffe an einer Baustelle auf der Berliner Straße auf. Er hielt die Waffe in Richtung dreier Bauarbeiter und imitierte Schussgeräusche. Anschließend betrat er einen Lebensmittelmarkt an der Kreuzung Berliner Straße / Menageriestraße und trug die Waffe offen.
Alarmierte Einsatzkräfte umstellten den Markt daraufhin: Als der Mann das Geschäft verließ, ging er auf die Knie, rief mehrfach „Allahu akbar“ und richtete die Waffe ruckartig auf ein Polizeiteam. Ob er dabei einen Schuss abgab, sei nicht ausgeschlossen, so die Staatsanwaltschaft. Zwei Beamte schossen daraufhin auf ihn und verletzten ihn schwer.
Der 41-Jährige konnte aufgrund seiner schweren Verletzungen bisher nicht vernommen werden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf einen Polizeisprecher. Seine Motivation bleibt damit vorerst unklar.
