
Nach FCAS-Rückschlag: Deutschland und Frankreich setzen auf gemeinsamen Atom-Kurs.
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- Deutschland und Frankreich intensivieren ihre Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung.
- Am Fliegerhorst Nörvenich tanken erstmals ein französischer Rafale und ein deutscher Eurofighter gemeinsam.
- Die Annäherung erfolgt aufgrund wachsender Sorgen über die US-Sicherheitsgarantien unter Trump.
Deutschland und Frankreich beschleunigen ihre Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung. Am Fliegerhorst Nörvenich in Nordrhein-Westfalen tagt an diesem Freitag der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat – ein Treffen, das die strategische Neuausrichtung Europas in der Sicherheitspolitik markiert.
Bereits am Donnerstag setzten beide Länder laut dem Handelsblatt ein symbolträchtiges Zeichen: Erstmals tankten ein französischer Rafale-Kampfjet, der Atomwaffen tragen kann, und deutsche Eurofighter gemeinsam auf dem Fliegerhorst. Die gemeinsame Betankung gilt als Auftakt für die engere Kooperation bei nuklearer Abschreckung, die Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron Anfang März vereinbarten.
Nun folgen konkrete Schritte: Beide Regierungen planen, im Herbst eine Vereinbarung für die Teilnahme deutscher Soldaten an einer französischen Nuklearübung zu treffen.
Nach FCAS-Aus: Deutschland und Frankreich treffen sich für enge nukleare Zusammenarbeit
Zuletzt holperte es in den deutsch-französischen Beziehungen unter anderem wegen des weitgehenden Scheiterns des gemeinsamen Kampfjet-Projekts FCAS. Das Regierungstreffen soll jetzt wieder neue Impulse bringen.
Zum ersten Mal seit dem Ende des gemeinsam geplanten FCAS-Kampfjets treffen Merz und Macron am Freitag (17.07.2026) mit den Ministerinnen und Ministern beider Länder zusammen. Zunächst soll der gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungsrat (ab 8.50 Uhr) auf dem Fliegerhorst Nörvenich in Nordrhein-Westfalen über eine engere Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung beraten.
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Beim anschließenden Ministerrat in Brühl (etwa 11.30 Uhr) geht es unter anderem darum, den mehrjährigen Haushalt der EU zu besprechen. Da dies bereits der letzte deutsch-französische Ministerrat für Macron ist, geht es auch darum, Vorhaben anzuschieben, die in dessen verbleibender Amtszeit noch umgesetzt werden könnten. Im Gespräch sind etwa eine engere Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Hochleistungsbatterien, die Gründung eines gemeinsamen KI-Zentrums und eine Kooperation der Sender Deutsche Welle und France Médias Monde, um Desinformation zu bekämpfen.
(bohy mit Material der dpa)