Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Heck völlig abgetrennt: Ukraine zerstört russischen Bomber
Von J. Seiferth, T. Schibilla, F. Michalski, C. Cöln, J. Hartung, M. Küper, S. Cleven, C. Siemer, P. Riesbeck, A. Janzen, T. Wanhoff, M. Kloft, J. Fischer, M. Lattemann
Aktualisiert am 17.07.2026 – 15:42 UhrLesedauer: 25 Min.
Russischer Bomber vom Typ Tu-95: Sie sind immer wieder an Angriffen auf die Ukraine beteiligt. (Quelle: xaarrowsx via imago-images.de)
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Der Ukraine gelingt wohl ein Schlag gegen Russlands Bomberflotte. Der Rücktritt des Verteidigungsministers löst in der Ukraine Proteste aus. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Inhaltsverzeichnis
- Heck völlig abgetrennt: Ukraine zerstört russischen Bomber
- Selenskyj entlässt Chef der Kiewer Militärverwaltung
Lambsdorff rechnet mit baldiger Mobilmachung in Russland
Im September wird das Parlament in Russland neu zusammengestellt. Danach könnte der Kreml im Ukraine-Krieg eskalieren, warnt Botschafter Lambsdorff. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Heck völlig abgetrennt: Ukraine zerstört russischen Bomber
Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen russischen Langstreckenbomber des Typs Tu-95 auf dem Militärflugplatz Engels in der russischen Region Saratow „kritisch beschädigt“. Demnach sei das Heck der Maschine vollständig abgetrennt worden. Die Tu-95 wird von Russland regelmäßig eingesetzt, um Marschflugkörper auf Ziele in der Ukraine abzufeuern. Wann der Angriff stattfand, teilten weder Selenskyj noch der SBU mit. Russische Telegram-Kanäle hatten jedoch in der Nacht zum 16. Juli von einem Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt berichtet.
Der SBU erklärte, der betroffene Bomber sei wiederholt an Angriffen auf die Ukraine beteiligt gewesen. Jeder außer Gefecht gesetzte strategische Bomber bedeute weniger Raketenangriffe auf ukrainische Städte und verursache Russland erhebliche wirtschaftliche Verluste. Selenskyj schrieb auf der Plattform X, die Ukraine erhöhe den Preis, den Russland für seinen Angriffskrieg zahlen müsse.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der SBU im Rahmen der Operation „Spiderweb“ nach eigenen Angaben mehrere russische Tu-95-Bomber mit tief ins russische Staatsgebiet geschmuggelten Drohnen angegriffen. Der Geheimdienst sprach damals von Schäden in Milliardenhöhe und davon, einen erheblichen Teil der russischen Trägerflugzeuge für Marschflugkörper außer Gefecht gesetzt zu haben.
EU protestiert: Dänische Werft hält Putins LNG-Flotte am Laufen
Eine Werft in Dänemark wartet Spezialtanker, die russisches Flüssiggas nach Europa bringen. Mehr als 100 Abgeordnete fordern das Unternehmen nun auf, keine weiteren Schiffe anzunehmen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Attacke auf russische Schiffe im Schwarzen Meer
Die Ukraine setzt ihre Drohnenangriffe auf russische Ziele im Schwarzen Meer fort. Zwölf weitere Schiffe seien getroffen worden, teilt der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ziele seien neun Frachter, zwei Tanker und ein Schlepper gewesen. Damit steige die Gesamtzahl der Schiffe, die im Juli im Asowschen und im Schwarzen Meer getroffen wurden, auf 159.
Selenskyj entlässt Chef der Kiewer Militärverwaltung
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 16. Juli Tymur Tkatschenko als Leiter der Kiewer Stadtmilitärverwaltung entlassen. Ein entsprechendes Dekret erklärt, dass Tkatschenko gemäß Artikel 4 des ukrainischen Gesetzes über die rechtliche Regelung des Kriegsrechts von seinen Aufgaben entbunden wurde. Ein Grund für die Entlassung wurde nicht genannt. Tkatschenko leitete die Kiewer Militärverwaltung seit Ende 2025.

