Beschaulich ist wohl der richtige Ausdruck, wenn es um die Honschaft Rasseln im Mönchengladbacher Norden geht. Nur knapp 500 Meter liegen zwischen dem Ortseingangs- und dem Ortsausgangsschild. Links und rechts der Straße gibt es alte Bauern- oder Fachwerkhäuser, aber auch frei stehende Einfamilienhäuser sowie ein paar Unternehmenssitze. Jenseits der Gärten liegen hektarweise Felder. Eine einzige Straße – „Rasseln“ – führt durch den Ort. Im Norden wird sie zur Hardter Straße, ist dann offiziell Viersener Stadtgebiet und wird dort noch bis Jahresende durch eine Baustelle an der Brücke über die A61 blockiert. Im Südwesten heißt sie L39 und führt nicht nur in Richtung Hardt-Mitte, sondern auch auf die A52.

Rasseln ist eine dieser vielen kleinen Honschaften, die im Außenbereich der Stadt liegen und einen ganz besonderen Charme haben. Diese Orte, denen man ihre landwirtschaftliche Geschichte deutlich ansieht, in denen nicht viel, aber genug los ist. Für Rasseln wird sich das aber ändern. Denn die nördlich gelegenen Felder sollen zu einem Gewerbegebiet entwickelt werden. Der Rat hat den Kauf der Flächen im nicht-öffentlichen Teil seiner jüngsten Sitzung beschlossen, wie ein Stadtsprecher auf Anfrage bestätigt.