
AUDIO: Städtische Unterkünfte in Hamburg sind weiterhin überbelegt (1 Min)
Stand: 18.07.2026 11:22 Uhr
Die Zahl der Asylsuchenden, die Hamburg erreichen, ist zuletzt gesunken. Dennoch sind die Unterkünfte in der Hansestadt weiterhin stark ausgelastet. Und die Engpässe dürften wohl noch weiter zunehmen.
Im Juni kamen 380 Asylsuchende nach Hamburg – das geht aus dem neuen Lagebild Flüchtlinge des Amtes für Migration hervor. Im Mai waren es noch 414. Doch trotz der rückläufigen Zahlen reichen die Plätze in den Wohnunterkünften in Hamburg kaum aus. In diesem Jahr wurden bis Ende Mai bereits 1.292 Plätze in Unterkünften abgebaut. Bis Ende des Jahres sollen Hunderte weitere Plätze wegfallen.
Teure Unterbringung in Hotels
Insbesondere teure Unterkünfte wie etwa Hotelplätze, die die Stadt angemietet hat, sollen nach Plänen des Senats geschlossen werden. Stattdessen setzt die Sozialbehörde auf möglichst dauerhafte Unterkünfte. Doch diese städtischen Unterkünfte sind häufig überbelegt, da in ihnen nicht nur Asylsuchende, sondern auch andere wohnungslose Menschen untergebracht werden. Und die Wartelisten werden länger: Aktuell warten mehr als 2.200 Menschen auf einen Platz in einer dieser Unterkünfte.
Kritik von der Linken
Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft kritisiert bereits seit Längerem, dass sich die Unterbringungsnot durch den Abbau von Plätzen weiter verschärft. Der rot-grüne Senat fahre die Unterbringung an die Wand – auf Kosten der Integration und auf Kosten der Menschen, die dringend eine Unterkunft brauchen, so Die Linke.
Die Stadt Hamburg hat im vergangenen Jahr rund 164 Millionen Euro für die Unterbringung von Asylsuchenden in Hotels ausgegeben.

Obwohl weniger Flüchtlinge kommen, sind die Unterkünfte in Hamburg weiterhin stark ausgelastet. Und eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht.

Die Gründe für die weiterhin angespannte Lage sind auslaufende Mietverträge und Unterkünfte, die geschlossen oder saniert werden.

Abgebaut werden unter anderem viele Hotelplätze, die für Geflüchtete von der Stadt angemietet worden waren. Die Linksfraktion übt Kritik.