Der geplante Testlauf im öffentlichen Raum stößt auch auf Kritik. In einer Sitzung des Innenausschusses Anfang Juni stellte der als Experte geladene Matthias Marx vom Chaos Computer Club beispielsweise in Frage, ob es nicht doch möglich sei, die von der KI erzeugten Strichfiguren im Nachhinein zu deanonymisieren, etwa über Gang-Erkennung oder den Zeitstempel des Videomaterials. Zudem fehlten Infos über die Testdatensätze mit denen die KI trainiert wurde, um mögliche Diskriminierungen auszuschließen.

Das Portal „Netzpolitik“ berichtete in dieser Woche, dass das deutsche privatwirtschaftliche Unternehmen Adesso den Zuschlag für die KI-gestützte Überwachung erhalten habe. Wie Netzpolitik recherchierte, gab es bei dem Unternehmen in der Vergangenheit bereits einen großen Cyber-Angriff, bei dem es den Angreifern gelang, sich monatelang unbemerkt im System des Unternehmens zu bewegen.