Holz, neutraler Wandputz und Korallenrot: So machte Valentina Andriulli diese Wohnung mit Meerblick auf Sardinien zu ihrem Rückzugsort.
„Wenn ich eine Auszeit vom Alltag oder von Rom brauche, flüchte ich mich hierher“, erklärt die Eigentümerin dieser Traumwohnung direkt am Meer. Valentina Andriulli ist eine Architektin aus Rom, die sich auf durchdachte Interior-Projekte spezialisiert und dieses Refugium selbst gestaltet hat. „Farben und vorhandene Strukturen stehen in meinen Projekten stets im Dialog miteinander“, sagt sie. „In diesem Fall ist es zweifellos die reichhaltige sardische Kultur, die die Richtung für unser Zuhause vorgegeben hat.“ Während der Sommersaison, aber mehr noch zu den anderen Jahreszeiten kann man an diesem Ort die Natur in all ihrer Vielfalt genießen. Da ist natürlich der Blick aufs Meer, der immer wieder verzaubert; aber auch der Duft der Macchia hat eine Kraft, die die junge Architektin nicht missen möchte.

Valentina Andriulli, Architektin aus Rom, hat dieses Apartment mit Meerblick in Porto Pollo gestaltet.
Courtesy of Valentina Andriulli
Die Wand und das maßgefertigte Sofa sind in warmen Tönen und Materialien gehalten. Akzente setzen dekorative Objekte wie dieser handgetöpferte Krug.
Stefano Ferrando – VetrobluDas Highlight? Die Terrasse!
Porto Pollo ist weltweit berühmt für die weiße Sandzunge, die die Isola dei Gabbiani mit dem eigentlichen Inselterrain Sardiniens verbindet. Ein hauchdünner Landstreifen, der zur Hochburg des Surfens und anderer Wassersportarten geworden ist. „Wir haben diese Ecke Sardiniens wegen ihrer unberührten, bisweilen wilden Atmosphäre gewählt“, so Valentina Andriulli. „Der Wind ist hier König, und das Meer ist von mehreren Seiten der Wohnung aus zu sehen.“ Keine Frage, dieses Apartment bietet ein atemberaubendes Panorama, das von Grün zu Blau übergeht – und himmlisch nach Wacholder duftet. Das Highlight ist zweifellos die Terrasse: Sie ist durch einen in Pflaumentönen gehaltenen, gestreiften Boden strukturiert und wirkt wie eine Fortsetzung des Wohnzimmers im Freien. Reizvoll ist an dem Außenbereich auch die Mischung verschiedener Einflüsse: Während der Boden modern gestaltet ist, sind die Wände und die Teilüberdachung typisch sardisch, nämlich aus Stein und Schilfrohr bzw. Bambus.