Groß, laut und gekommen, um zu bleiben: Hamburg hat ein neues Festival! Anfang August gibt’s die erste Ausgabe von „Amplifire“ – mit Headlinern wie Bad Religion, Biffy Clyro, Frank Turner und Turbostaat und auf einem Gelände, das vielen Festival-Fans bekannt sein dürfte. Wo das Ganze steigt, vor welchen Herausforderungen diese Premiere steht und warum es das alles trotzdem braucht: MOPOP hat beim Veranstalter nachgefragt.
Von „ungezügelter Energie, Gitarrenfeedbacks, harschem Noise und Drumgewittern“ war die Rede, als die Karsten Jahnke Konzertdirektion verkündete, dass die Stadt mit „Amplifire“ ein neues Festival bekommt. Das war eine Ansage. Die Idee: Zwei Tage lang soll es Gitarrenmusik zwischen Alternative-Rock, Post-Hardcore und Punkrock geben, performt von 30 Bands auf drei Bühnen auf dem Gelände in Wilhelmsburg, das Open-Air-Fans von „MS Dockville“, dem „Spektrum“ oder auch dem „Habitat“-Festival kennen.
30 Bands beim „Amplifire“-Festival zu sehen
Dabei ist der August schon recht prall gefüllt mit Festivals und Open-Airs. „Elbriot“, „Wutzrock“, „MS Dockville“, „Noisy“, „Internationales Sommerfestival“ mit seinem großen Musik-Programm, „Draußen im Grünen“ in Planten un Blomen, Stadtpark-Open-Air und „Kultursommer“ auf der Trabrennbahn. Braucht’s da noch ein weiteres? Auf jeden Fall, sagt das „Amplifire“-Team: „Wir bedienen ein Publikum, das von den bisherigen Festivals weniger bis gar nicht angesprochen wird.“ Es gehe „um die Leidenschaft zur Gitarrenmusik“, so ein Sprecher, „ein Riesenrad wird man bei uns vergeblich suchen, dafür bekommt man zwei Tage lang ein von Fans für Fans kuratiertes Line-up“.
Foto: Bad Religionbad Religion spielen am Festival-Samstag (8.8.) ein exklusives Deutschlandkonzert.
Bei der Premiere am 7. und 8. August sind neben Bad Religion (exklusive Deutschlandshow), Turbostaat (spielen ihr Album „Vormann Leiss“) und der Post-Hardcore-Band Tribute To Nothing (ist erstmals seit zwölf Jahren wieder zusammen und spielt ihre Platte „How Many Times Did We Live?“ von 2006) auch viele freshe Acts dabei. Wie Nikra (spannende deutsche Band, die sich zwischen Alternative-Rock und Punk bewegt), Overgrown (Alternative-Grunge mit modernem Einschlag, in England schon auf den ganz großen Bühnen) oder Jools (Punk aus UK für Fans von Idles, aber mit leichtem Hang zum Alternative-Rock).
Veranstalter: „Für uns ist das Festival ein absolutes Herzensprojekt“
149 Euro kostet das Festival-Ticket, das ist für viele Menschen (zu) viel Geld – weiß auch der Veranstalter: „Kultur ist für einen nicht geringen Bevölkerungsteil ein Luxusgut geworden. Aber Kultur bringt Menschen zusammen, und mit unserem Sozialticket möchten wir das den Menschen ermöglichen.“ Wer einen Berechtigungsnachweis hat, zahlt für das Festival-Ticket 50 Euro, für ein Tagesticket je 25 Euro. Alle Tickets sind versichert und bis zu acht Tage vor dem Festival stornierbar.
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Das kann auch als Reaktion auf die angespannte wirtschaftliche Lage im Live-Business gelesen werden: Menschen entscheiden sich seltener und spontan(er) zum Ticketkauf, dazu wird die Technik teurer, auch Bands sind teurer. „An uns geht keine dieser Entwicklungen vorbei“, so der Sprecher. „Gerade als brandneues Festival sind wir von einigen dieser Herausforderungen umso mehr betroffen.“ Dazu komme, dass man das Publikum ja erst einmal erreichen und vom neuen Konzept überzeugen müsse. Aber man gibt sich zuversichtlich: „Für uns ist das Festival ein absolutes Herzensprojekt – und wir haben Durchhaltevermögen mitgebracht.“
Festivaltickets zu gewinnen!
3 x 2 Festivaltickets zu gewinnen! Schicken Sie bis 19.7. eine E-Mail mit Betreff „Amplifire“ an mopop@mopo.de und beantworten Sie folgende Frage: Welche Band spielt beim „Amplifire“ ihr exklusives Deutschlandkonzert 2026?
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.Veranstalter des Gewinnspiels ist die Morgenpost Verlag GmbH. Bei einer Teilnahme gelten unsere AGB als akzeptiert. Diese AGB finden Sie unter www.mopo.de/gewinnspiel-agb
„Amplifire“: alle Infos: amplifirefestival.de, 7./8.8., Gelände-Öffnung Fr: 15-4 Uhr, Sa 13.30-4 Uhr, „MS Artville“-Gelände, Schlengendeich 12, Festival-Ticket 149 Euro, Tagestickets je 89 Euro