Am Samstagmorgen brannte das Verteilzentrum noch immer, diverse Beobachter gehen von einer Rauchsäule mit mehr als einem Kilometer Höhe aus. Was im Wildberry-Versandzentrum gelagert wurde, ist nicht bekannt.

Großbrand in einem Lagerhaus des russischen Versandhändlers Wildberry: Durch einen Drohnenangriff der Ukraine sollen mehrere Mitarbeiter des Unternehmens getötet worden sein.Vergrößern des BildesGroßbrand in einem Lagerhaus des russischen Versandhändlers Wildberry: Durch einen Drohnenangriff der Ukraine sollen mehrere Mitarbeiter des Unternehmens getötet worden sein. (Quelle: Screenshot / Telegram)

Aufnahmen des angeblichen Angriffs, die in sozialen Netzwerken geteilt wurden, lösten Verwirrung aus. Auf einem Video ist zu sehen, wie Geschosse eines russischen Pantsir-Luftabwehrsystems im Verteilzentrum des Onlinehändlers einschlagen. Ob diese Fehlfunktion letztlich zum Brand führte, ist bislang nicht bekannt. Die Angaben der russischen Behörden lassen sich nicht unabhängig überprüfen, die ukrainische Regierung äußerte sich bisher nicht zu den Angriffen.

Russische Angriffe auf Flussübergänge

Russische Streitkräfte bei Lyman mit Drohnen und gelenkten Luftbomben die Übergänge über die Flüsse Oskil und Siwerskyj Donez in der Ostukraine angegriffen. Das berichtete Wasyl Denysiuk, Sprecher der 66. selbstständigen mechanisierten Brigade der „New Voice of Ukraine“. Die russische Infanterie verliere zwar aufgrund schwerer Verluste allmählich ihre Fähigkeit, aktive Angriffe durchzuführen.

Moskaus Streitkräfte übten aber laut Denysiuk weiterhin Druck mit Drohnen aus, unter anderem durch Angriffe auf ukrainische Versorgungswege. Die russischen Truppen versuchten, die Flüsse Oskil und Siverskyi Donets auszunutzen, die natürliche Barrieren bildeten und den Sektor Lyman teilweise isolierten, erklärte er. Sie suchten regelmäßig nach Übergängen, die von den ukrainischen Streitkräften genutzt wurden, bevor sie Brücken und Logistikwege angriffen.

Weitere Proteste gegen Selenskyj

In Kiew fordern Bürger die Wiedereinsetzung von Mychailo Fedorow. Der abgelöste Verteidigungsminister und Berater von ihm erheben Vorwürfe gegen Armeechef Syrsky.

Wadephul: Ukrainehilfe von Schuldenbremse ausnehmen

Außenminister Johann Wadephul (CDU) unterstützt die Forderung von Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD), die Ukraine-Hilfen genauso wie Verteidigungsinvestitionen von der Schuldenbremse auszunehmen. „Ich halte das für eine sinnvolle Idee“, sagte Wadephul dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Darüber muss jetzt in der Koalition diskutiert und im Herbst entschieden werden.“ Alabali Radovan hatte im Reuters-Interview auf einen solchen Schritt gedrängt, der den finanziellen Spielraum für humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe erhöhen würde. Auch der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic hatte sich gegenüber Reuters dafür ausgesprochen.

Loading…

Loading…

Loading…