Ubuntu“: „Ich bin, weil wir sind“. Unter diesem Leitsatz, der aus dem Afrikanischen stammt, verwandeln sich das Pina Bausch Zentrum und sein Vorplatz vom 20. bis 26. Juli in einen lebendigen Treffpunkt, an dem sich Menschen aus allen Teilen der Stadtgesellschaft zusammenfinden können.

Es wird bunt, vielfältig und kreativ: Veranstaltet vom Künstlerkollektiv Colour Collective Wuppertal in enger Kooperation mit dem Pina Bausch Zentrum und der Colour Community zeigt das „Ubuntu Festival“ – nach einem erfolgreichen Anlauf im vergangenen Jahr – zum zweiten Mal, wie Kunst und Kultur Barrieren überwinden und die Menschen enger zusammenbringen können.

Das Festival dreht sich um das Thema „Karneval der Vielfalt“ – die Kunstausstellung der „Artfam7+“ führt mit ihrer Vernissage am Sonntag, 19. Juli, in diese bunte Welt ein. Lange bespielte die Künstlerformation die Rathausgalerie, bietet in Zusammenarbeit mit weiteren Künstlern jetzt eine Bandbreite an abstrakter, aber auch gegenständlicher Kunst.

Am Montag, 20. Juli, beginnt das „Summer-Lab Ubuntu“ mit einem Kinderworkshop, der als interdisziplinäres Format geplant ist, wie Bettina Milz, Leiterin der Vorlaufphase Pina Bausch Zentrum, erzählt. Verschiedenste Akteure sind dabei, sodass ein bunter Workshop aus Tanz, Malerei und Akrobatik entsteht. Daneben findet unter der Woche auch ein Upcycling-Workshop statt – die Ergebnisse der beiden Kurse werden am darauffolgenden Wochenende präsentiert, wenn am Freitag, 24. Juli, und am Samstag, 25. Juli, die beiden Open-Air-Tage des Festivals stattfinden. Das musikalische Programm ist umfangreich und reicht von den Präsentationen der Workshop-Ergebnisse über Tanzperformances bis hin zu Musik von Horst Jesué Wegener, den Sufi Dub Brothers und einer Fashionshow mit Noella Babu. Am Samstag, 24. Juli, um 12 Uhr zieht zudem ein Karnevalszug vom Laurentiusplatz bis zum Vorplatz des Pina Bausch Zentrums, wo es mit dem Programm weitergeht.

Filmwerkstatt sucht viele Stimmen für Mitmachaktion

Mit dabei ist auch die Wuppertaler Filmwerkstatt mit ihrer Begegnungslounge – ein Projekt, das den vielfältigen, bunten Charakter der Veranstaltung in besonderer Weise einfangen will. Unter der Leitfrage „Was bedeutet Vielfalt für dich?“ starten die Organisatorinnen einen interaktiven Aufruf und möchten mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommen.

„Wir wünschen uns, dass die Festivalgäste ihre Gedanken und Perspektiven zu dem Thema teilen und möchten verschiedene Stimmen aus der Stadt einfangen“, erklärt Camilla Jacob, die die Filmwerkstatt vor zwei Jahren ins Leben rief. Sophia Rieß, die kurz darauf ins Projekt einstieg, fügt hinzu: „Viele Menschen haben Barrieren aufgebaut und werden dadurch daran gehindert, zusammenzukommen. Wir wollen diese Barrieren zum Schmelzen bringen, für mehr Gemeinschaft sorgen. Es geht darum, Verbindungen auf- und Barrieren abzubauen.“

An den beiden Festivaltagen am 24. und 25. Juli baut die Filmwerkstatt zu diesem Zweck im Inneren des Pina Bausch Zentrums Loungemöbel auf, gibt dem Ganzen durch einen Livestream einen „performativen Touch“ und möchte „die schönsten Momente der Gespräche auffangen“, so Camilla Jacob. Das Ziel ist eine bunte, künstlerische Videocollage, die im Herbst oder Winter präsentiert werden wird; in welchem Rahmen das geschehe, werde derzeit noch geklärt. „Viele vergessen, was mit Film alles möglich ist. Wir wollen die schönsten Emotionen später nochmal aufleben lassen“, betont Rieß.