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Oberhausen – Diesen Ball wollte Takato Yamamoto (18) nicht mehr loslassen. Nach seinem Traum-Debüt beim 3:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen klemmte sich der Japaner den Spielball unter den Arm. Er hielt die Kugel fest, mit der er sein erstes Tor im Trikot von Borussia Dortmund erzielt hatte. Ein Erinnerungsstück an einen Tag, den der 18-Jährige so schnell nicht vergessen wird.

Fans feiern Yamamoto

Dass Yamamoto Eindruck hinterlassen hatte, zeigte sich auch direkt nach dem Schlusspfiff. Ein Spieler von Rot-Weiß Oberhausen fragte den BVB-Neuzugang nach seinem Trikot. Anschließend nahm sich Yamamoto viel Zeit für die Fans, schrieb zahlreiche Autogramme und wurde auf dem Weg Richtung Kabine immer wieder lautstark gefeiert. Die Anhänger riefen seinen Namen – obwohl der Japaner erst wenige Tage in Dortmund ist. Bei vielen Fans weckte sein mutiger Auftritt sofort Erinnerungen an Shinji Kagawa und die Hoffnung, dass Dortmund wieder einen japanischen Publikumsliebling gefunden haben könnte.

Dabei war Yamamoto erst zur Pause eingewechselt worden. Doch der technisch starke Mittelfeldspieler fügte sich sofort ein, spielte mutig nach vorne und war von den Oberhausenern kaum zu stoppen. An der Entstehung des zwischenzeitlichen 2:1 durch Serhou Guirassy war er maßgeblich beteiligt, ehe er in der 78. Minute nach einem sehenswerten Zusammenspiel mit dem erst 16 Jahre alten Marwan-Omir Mirza selbst zum 3:1-Endstand traf.

Yamamoto überzeugte mit seiner Spielweise

Yamamoto überzeugte mit seiner Spielweise

Foto: Mario Hommes/DeFodi Images

Niko Kovac (54) zeigte sich nach der Partie überrascht. Der BVB-Trainer: „Ich habe ihn ja erst am Donnerstag das erste Mal gesehen.“ Und weiter: „Ich kannte ihn vorher auch nicht. Da waren schon einige gute Sachen dabei. Nicht nur ihr, sondern auch ich habe da richtig hingeschaut und wirklich ganz Brauchbares gesehen. Das wird uns Freude machen.“

Bemerkenswert: Eigentlich ist Yamamoto in dieser Saison zunächst für die U23 eingeplant. Dort soll der talentierte Mittelfeldspieler Spielpraxis sammeln und sich weiter an den deutschen Fußball gewöhnen. Doch sein starker Auftritt dürfte auch den Konkurrenzkampf bei den Profis beleben.

Kovac machte dem Japaner jedenfalls direkt Hoffnung: „Das heißt nicht, dass die Tür nach oben zu ist. Im Gegenteil: Das soll durchlässig sein und wir werden ein Auge auf ihn haben.“

Die nächste große Bühne könnte Yamamoto schon bald bekommen. Vom 26. Juli bis 2. August reist Borussia Dortmund nach Japan. Ausgerechnet in seiner Heimat dürfte der 18-Jährige besonders im Fokus stehen. Nach diesem Einstand trauen ihm beim BVB jedenfalls viele zu, schneller als geplant den Sprung zu den Profis zu schaffen.