Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Generaloberst Oleksandr Syrskyi, im Juni 2025.

Ukraine-News

von MDR AKTUELL

Stand: 19.07.2026 14:02 Uhr

13:49 Uhr

Proteste gegen Fedorow-Ablösung und für Syrskyj-Rücktritt

In der Ukraine haben erneut tausende Menschen gegen die Ablösung des beliebten Verteidigungsministers Mychailo Fedorow protestiert und den Rücktritt von Armeechef Oleksander Syrskyj gefordert. Für viele Ukrainer verkörperte Fedorow, der nur sechs Monate im Amt war, die Modernisierung der Armee. Nach seinem Rückzug hatte Fedorow Armeechef Syrskyj vorgeworfen, seine Entlassung mit einem Ultimatum erzwungen zu haben.

Präsident Wolodymyr Selenskyj deutete am Samstagabend Veränderungen in der Armeeführung an: Es habe „viele Beratungen“ gegeben, „natürlich höre ich, was die Menschen sagen“, sagte er. Nach einem „Financial Times“-Bericht erwägt Selenskyj eine Ablösung von Syrskyj. (Quellen: AFP, Uktinform)

13:33 Uhr

Angriffe auf Öldepots in Kaukasus-Region Stawropol

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj drei Öldepots und ein Treibstofflager in der südrussischen Kaukasus-Region Stawropol attackiert. Zudem seien drei russische Tanker der sogenannten Schattenflotte im Schwarzen Meer getroffen worden, teilte Selenskyj auf der Online-Plattform X mit. Die Angriffe auf die Öldepots seien vom ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU ausgeführt worden, während Einheiten der Streitkräfte das Treibstofflager attackiert hätten. (Quelle: Reuters)

12:06 Uhr

Pipeline-Konsortium stoppt Ölverladung nach Tanker-Angriffen im Schwarzen Meer

Nach Angriffen auf zwei Tanker vor der russischen Schwarzmeer-Küste hat das Kaspische Pipeline-Konsortium CPC die Ölverladung ausgesetzt. Die beiden Tanker seien während des Ladevorgangs am Terminal attackiert worden, einer sei in Brand geraten. Das Feuer sei gelöscht worden. Die CPC-Pipeline verbindet über rund 1.510 Kilometer die kasachischen Öllagerstätten am Kaspischen Meer mit dem russischen Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk. Von dort aus wird das Öl mit Tankern auf den Weltmarkt transportiert. Das CPC-Konsortium wickelt rund 80 Prozent der kasachischen Ölexporte ab. Das ukrainische Militär hatte zuvor mitgeteilt, es habe zwei russische Öltanker im Schwarzen Meer attackiert. (Quelle: Reuters)

11:46 Uhr

Selenskyj: „Einer der massivsten ballistischen Angriffe auf Kiew“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den jüngsten russischen Raketenangriff als einen „der massivsten ballistischen Angriffe auf Kiew“ bezeichnet. „Der Feind hat über 40 Raketen verschiedener Typen abgefeuert, von denen die meisten auf die Hauptstadt gerichtet waren, sowie 120 Angriffsdrohnen“, teilte Selenskyj bei Telegram mit. Ein Mensch sei dabei getötet und 16 weitere seien verletzt worden. (Quelle: dpa)

Video:
Schwerer Raketenangriff auf Kiew (1 Min)

10:32 Uhr

Russische Öltanker im Schwarzen Meer attackiert

Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht nach eigenen Angaben zwei russische Öltanker im Schwarzen Meer angegriffen. Zudem sei ein Schwimmkran im Asowschen Meer getroffen worden, teilte der ukrainische Generalstab mit. Alle drei Ziele seien zur Unterstützung der russischen Kriegsanstrengungen in der Ukraine genutzt worden, hieß es in der Erklärung weiter. Die Ukraine hat bei ihren Angriffen auf die russische Öl-Infrastruktur neben Raffinerien zuletzt auch verstärkt Tanker im Schwarzen Meer ins Visier genommen. (Quelle: Reuters)

09:34 Uhr

Größter russischer Angriff mit ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn

Russland hat die Ukraine beim jüngsten Luftangriff nach ukrainischen Angaben mit der größten Zahl an ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn attackiert. Der geschäftsführende Außenminister Andrij Sybiha schrieb auf X, Russland habe rund vier Dutzend Raketen abgefeuert. Er bezeichnete das russische Vorgehen als brutalen Terrorangriff und forderte angemessene und starke Reaktionen sowie mehr Druck auf die Führung in Moskau, um diesen Terror zu beenden. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge hatte Russland bei dem Angriff in der Nacht 41 Raketen eingesetzt. Davon habe die Luftabwehr 18 Raketen abgefangen. Hauptziel des russischen Angriffs sei die ukrainische Hauptstadt Kiew gewesen. (Quelle: Reuters)

09:04 Uhr

Selenskyj erwägt Ablösung von Oberbefehlshaber Syrskyj

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwägt Berichten zufolge, Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj zu ersetzen. Wie die Ukrainska Prawda unter Verweis auf einen Artikel der Financial Times (FT) berichtet, ist Selenskyj bereit, Syrskyj gegen einen geeigneten Nachfolger auszutauschen. Hintergrund sind anhaltende Proteste gegen Syrskyj. Der FT-Artikel bezieht sich demnach auf einen hohen Beamten im Präsidentenbüro. Diesem zufolge wollte Selenskyj ranghohe Kommandeure versammeln, um die Frontlage zu bewerten und mögliche Nachfolgekandidaten zu prüfen. Der FT-Quelle zufolge ist Selenskyj bereit, Syrskyj zu entlassen, wenn er einen Kommandeur findet, der eine reibungslose Machtübernahme gewährleisten und eine starke Verteidigung sichern kann. (Quellen: Ukrainska Prawda, Financial Times)

08:41 Uhr

Update: Mindestens ein Toter bei massivem Raketen-Angriff auf Kiew

Bei einem massiven russischen Raketenangriff auf Kiew und die umliegende Region sind Behördenangaben zufolge mindestens ein Mensch getötet und 13 weitere verletzt worden. Nach jüngsten Angaben der ukrainischen Polizei wurden bei den nächtlichen Angriffen sechs Stadtbezirke getroffen. Beschädigt wurden laut den örtlichen Behörden unter anderem mehrere Wohnhäuser sowie ein Einkaufs- und Freizeitzentrum. In einem Supermarkt und weiteren Gebäuden brachen Brände aus. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und um die Hauptstadt abgefeuert. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, war eine Detonation war so stark, dass sie die Alarmanlagen geparkter Autos im Stadtzentrum aktivierte. (Quellen: Reuters, dpa, AFP)

02:30 Uhr

Nordkoreas Außenministerin trifft Lawrow in Moskau

Die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui ist zu einem Treffen mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow nach Moskau aufgebrochen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldete, startete das Flugzeug der Ministerin und ihrer Delegation am Samstag in Pjöngjang. Das russische Außenministerium hatte den bevorstehenden Besuch zuvor bekanntgegeben.

Nordkorea ist ein enger Verbündeter Moskaus und ein wichtiger Unterstützer von Russlands Offensive gegen die Ukraine. So hat Nordkorea in der Vergangenheit tausende Soldaten entsandt sowie Raketen und Munition zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug versorgt Russland Nordkorea Analysten zufolge mit Finanzhilfen, Militärtechnologie sowie Lebensmittel- und Energielieferungen. (Quelle: AFP)

00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – 18. Juli 2026

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist im Streit mit Polen über eine umstrittene Militärehrung um Entspannung bemüht. Er kündigte an, dass Untersuchungen zu Massakern an Polen durch die ukrainische Aufstandsarmee im Zweiten Weltkrieg ausgeweitet und geheime Archive geöffnet würden.

Bei ukrainischen Drohnenangriffen in Russland sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Im Gebiet Tambow starben nach Angaben von Gouverneur Jewgeni Perwyschow sieben Menschen, 25 weitere wurden verletzt, alle Mitarbeiter eines Online-Versandhändlers. Kotowsk liegt rund 500 Kilometer südöstlich von Moskau. In der Stadt Elektrostal nahe Moskau wurden laut Gouverneur Andrej Worobjow 36 Menschen verletzt und einer getötet.

Infolge von russischen Raketenangriffen sind in der südukrainischen Hafenstadt Odessa mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere vier seien verletzt worden. Eine Rakete sei in einem Vergnügungspark eingeschlagen. Unter den Trümmern von Fischerhäusern könnten noch weitere Opfer sein. Russland flog zudem Luftangriffe auf Saporischschja, bei denen nach Angaben der regionalen ukrainischen Militärverwaltung mindestens fünf Menschen verletzt wurden.

00:00 Uhr

Ukraine-News am Sonntag, 19. Juli 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Nachrichten und Hintergründe

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Welche Strategien verfolgen die russische Angreifer, welche die ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen zu militärischen Aspekten des Ukraine-Kriegs vom ehemaligen Nato-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Russland führt Krieg gegen die Ukraine. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Ukraine-Krieg.