Russisches Öldepot in Flammen
Ukrainische Streitkräfte haben in der Nacht zum 19. Juli erneut ein Öllager im russischen Gebiet Stawropol angegriffen und zugleich Ziele in den besetzten Gebieten der Ukraine getroffen. Das berichten unter anderem der Telegram-Kanal Exilenova Plus und weitere soziale Medien.
Demnach wurde ein Öldepot in der Kleinstadt Michailowsk im Gebiet Stawropol beschossen. Es ist laut Exilenova Plus bereits der dritte Angriff innerhalb weniger Wochen auf diese Anlage. Erst am 13. Juli hatten soziale Medien gemeldet, dass ein Öllager im Süden des russischen Gebiets Stawropol getroffen worden sei. Ob es sich dabei um dasselbe Depot handelte, geht aus den vorliegenden Berichten nicht eindeutig hervor.
Zu Art und Umfang der Schäden in Michailowsk liegen bislang nur spärliche Informationen vor. Die Monitoring-Kanäle sprechen von einem Treffer auf das Gelände eines Öldepots, nähere Details zu möglichen Bränden oder Verletzten werden in den Meldungen nicht genannt. Offizielle Stellungnahmen russischer Behörden zu dem Vorfall sind in dem Material nicht enthalten.
Parallel dazu berichten Einwohner der besetzten Stadt Luhansk in der Ostukraine von Explosionen in der Nacht zum 19. Juli. Exilenova Plus verweist auf entsprechende Hinweise aus der Bevölkerung. Wo genau die Detonationen stattfanden und welche Ziele dort getroffen worden sein könnten, bleibt in den verfügbaren Angaben offen.
Unabhängig überprüfen lassen sich die Schilderungen aus Michailowsk und Luhansk anhand der vorliegenden Informationen nicht. Russische Behörden und das ukrainische Militär äußerten sich in dem zugänglichen Material zunächst nicht zu den nächtlichen Angriffen.
Russische Angriffe auf Kiew
Mehrere Explosionen haben in der Nacht zu Sonntag die ukrainische Hauptstadt Kiew erschüttert. Eine Detonation war so stark, dass sie die Alarmanlagen geparkter Autos im Stadtzentrum aktivierte, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die ukrainische Luftwaffe erklärte im Onlinedienst Telegram, dass sich ballistische Raketen Kiew näherten.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete auf Telegram von brennenden Fahrzeugen und Rauch, der in der Nähe eines Einkaufszentrums aufsteigt. Ein Gebäude sei getroffen worden. Bislang wurde ein Toter gemeldet, mindestens elf Menschen wurden verletzt.
Raketenangriffe auf Odessa
Infolge von russischen Raketenangriffen sind in der südukrainischen Hafenstadt Odessa mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere vier seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Eine Rakete sei in einem Vergnügungspark eingeschlagen. Unter den Trümmern von Fischerhäusern könnten noch weitere Opfer sein. Sechs Autos seien beschädigt worden.
