Steinhagen. „Zahl, was du willst!“, lautet das Motto bei der fünften Auflage des Steinhagener Mini-Festivals „Krawall im Carree“. Am Samstag, 8. August, spielen ab 19 Uhr drei Rockbands im Schlichte-Carree am Kirchplatz. Mit dem Verzicht auf einen festen Eintrittspreis wollen die Organisatoren Florian Polkowski und Jeannine Gehle Neugierige locken. „Krawall ist als Genrekonzert schon recht spezifisch. Das zieht ein besonderes Publikum an, das dann wiederum ziemlich begeistert ist“, erklärt Musikfan Polkowski. „Die neue Idee eröffnet mehr Menschen die Chance, einfach mal reinzugucken und zu -hören.“

Und viel zu hören gibt es. Den Auftakt macht die Indiepunk-Band Hinüber. Die Musiker aus Köln beschreiben nach eigener Einschätzung „Zustände, für die es keine Parole gibt – und auch keinen Ausweg. Unversöhnlich, präzise, aber nicht verbittert. Kein Kitsch, kein Trost, kein Versöhnungsangebot, kein Schultergeklopfe.“ Und dabei geht es durchaus heftig zur Sache. Im September wollen die Kölner ihr neues Album veröffentlichen. Mit ein bisschen Glück bekommen die Steinhagener Fans schon eine kleine Kostprobe.


Die Musikfans Florian Polkowski und Jeannine Gehle laden ein zum Mini-Festival "Krawall im Carree" in Steinhagen. - © Jonas Damme

Die Musikfans Florian Polkowski und Jeannine Gehle laden ein zum Mini-Festival „Krawall im Carree“ in Steinhagen.
| © Jonas Damme

Eine Stunde später folgt dann Metalcore von Driftwood. Metalcore beschreibt eine Mischung aus Heavy Metal und Hardcore – beides Genres, bei denen es ebenfalls ordentlich zur Sache geht: Harte Gitarrenriffs, rasante Schlagzeugrhythmen und ein ständiger Wechsel zwischen klarem Gesang und aggressivem Shouten. Driftwood kommt aus Hiddenhausen.

Den Abschluss machen gegen 21 Uhr „Loving in Real Life“ aus Hannover. Die Band bewirbt ihre Musik selbst als alternativen Indiepop. Nach den beiden energiegeladenen Voracts können die Gäste damit den Abend etwas ruhiger ausklingen lassen. „Es muss nicht immer Berlin oder Hamburg sein, wir haben auch her in der Gegend eine gute Musikkultur“, wirbt Florian Polkowski.

Ergänzend zur Musik werden die Burgerbrater vom Grillwerk ihren Foodtruck aufbauen, der extra für den Anlass den „Krawallburger“ ins Programm aufgenommen hat. Das Mini-Festival wird präsentiert von Kultur am Kirchplatz, Kultur vor Ort und dem Projekt Dritte Orte.