(tg) Nach wenigen Wochen, in denen Züge der Regiobahnlinie S28 zumindest tagsüber wieder unterwegs waren, müssen sich Fahrgäste in Mettmann mit Beginn der Sommerferien erneut auf starke Beeinträchtigungen des Zugverkehrs und das Ausweichen auf Schienenersatzbusse einstellen. Grund sind die Elektrifizierungsarbeiten an der Regiobahnstrecke Wuppertal-Kaarst sowie Nacharbeiten der Bahntochter DB Infra Go an der als „Hochleistungskorridor“ qualifizierten Strecke Köln-Hagen. Von Montag, 20. Juli, bis Freitag, 4. September, fallen an den drei Mettmanner Haltestellen sowie an der Haltestelle Erkrath Nord jeweils montags bis freitags zwischen 5 und 22 Uhr sämtliche Züge aus. Einzige Ausnahme ist die Zeit vom 10. bis zum 21. August, in der auch unter der Woche ab Mettmann Stadtwald Züge Richtung Wuppertal fahren. Im Einzelnen fällt die S28 unter der Woche vom 20. bis zum 27. Juli zwischen Düsseldorf-Gerresheim und Wuppertal Hbf aus, vom 28. Juli bis 7. August zwischen Neuss Hbf und Wuppertal Hbf, vom 10. bis 21. August zwischen Düsseldorf-Gerresheim und Mettmann Stadtwald und vom 21. August bis 4. September wiederum zwischen Neuss Hbf und Wuppertal Hbf.

Züge, die gemäß Fahrplan vor 5 Uhr beziehungsweise nach 22 Uhr verkehren, sollten demzufolge fahren. Auch an den Wochenenden gibt es teilweise Einschränkungen. So fallen beispielsweise am Sonntag, 23. August, sowie am Wochenende 29./30. August laut Baustellenfahrplan alle Züge aus. Die Regiobahn bittet Reisende, sich vor Fahrtantritt online über die aktuelle Verkehrslage und mögliche Fahrplanabweichungen zu informieren. Während der genannten Ausfallzeiten ist wie gehabt ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Maßnahmen zur Elektrifizierung der Strecke, die bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen, kommen derweil laut Regiobahn gut voran. So seien mittlerweile 726 Masten und 740 Fundamente errichtet und 60 Kilometer stromführende Leitungen verlegt worden. Eine Netzumstellung im 50-Hertz-Bereich sei ebenso erfolgt wie die Anpassung des Berührungsschutzes an Bahnsteigen und Bauwerken. Schließlich hätten erforderliche Gleisbaumaßnahmen stattgefunden, die aufgrund der Schienentemperaturen nur nachts erfolgen können.