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Hamburg – Es ist das Comeback einer Kultmaus! Diddl war der erklärte Kinderheld der Neunziger und 2000er Jahre. Das Plüschtier mit den Riesenfüßen und den Hosenträgern war jahrelang überall. Diddl auf Karten, Tassen und auf Bettwäsche. Fast 25 Jahre lang war er Dauergast in Kinderzimmern, löste ein riesiges Sammel-Fieber aus und wurde neben Gameboy und Tamagotchi zum Symbol einer Generation. 2014 verschwanden die Produkte aus den Regalen, die Nachfrage war weg. Doch jetzt steht die Maus vor einem gigantischen Comeback. Ab heute (20. Juli) kommen deutschlandweit neue Produkte in den Handel. BILD sprach mit Erfinder Thomas Goletz (59) über Diddls Rückkehr.
Die Kultmaus will Millionen neuer Herzen erobern
Der Hamburger Zeichner Thomas Goletz (59) ist überzeugt: Dass Diddl wieder da ist, liegt vor allem an den Fans. Er erzählt BILD: „Seit einiger Zeit fragen immer mehr nach einem Comeback, auch immer mehr Firmen schreiben mich an und fragen nach einer Lizenz, um Diddl-Produkte herstellen zu können.“ Die Liebe der Fans zu ihrer Maus sitzt tief. Millionen Kinder sammelten Blöcke, schnupperten an Duftblättern und tauschten ihre Schätze auf dem Schulhof. Goletz mutmaßt: „Ich denke, die Menschen sehnen sich nach ihrer schönen, unbeschwerten und behüteten Diddl-Kindheit zurück und wünschen sich das jetzt auch für ihre eigenen Kinder.“
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soziale Netzwerke aktivieren „Kidults“ ist Trend
Alles, was an die eigene Kindheit erinnert, boomt gerade. Die britische Marke Jellycat begeistert Erwachsene mit Plüschtieren in Form von Croissants, Avocados oder Kaffeebechern mit Kulleraugen und süßem Lächeln. Vor Läden in Köln, Berlin oder London stehen erwachsene Fans Schlange. Für den Trend gibt es sogar einen Begriff: „Kidults“ – Erwachsene, die sich mit solchen Produkten ein Stück Kindheit und Geborgenheit zurückholen.
Auch die Retro-Welle auf Social Media treibt den Diddl-Hype an. Goletz: „Seitdem bekannt ist, dass Diddl zurückkommt, haben wir auf Instagram, Facebook und TikTok rund 300.000 neue Follower hinzugewonnen.“

Auf dem Gipfel des Erfolges gab es mehr als zwanzigtausend Diddl-Produkte, die in rund 30 Ländern verkauft wurden. Designt wurde in Deutschland, produziert weltweit. Das Team wuchs auf 400 Mitarbeiter, 2003 wurden Waren im Wert von rund 150 Millionen Euro umgesetzt
Foto: Diddl
Ab jetzt werden die neuen Produkte in mehreren Tausend Geschäften in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft. Weitere Länder sollen folgen. Goletz erklärt: „Statt alter Klassiker gibt es ausschließlich neue Produkte: Plüsch, Duftblöcke, Schulartikel, Tassen, Trinkflaschen und mehr – alles in limitierten Auflagen.“ Auch neue Folgen der Animationsserie „Diddl Mini Movies“ sind geplant.
Mehr zum ThemaDiddls Werte: Freundschaft, Familie, Geborgenheit
Dabei setzt die Maus auf die gleichen Werte wie vor 30 Jahren. „Ich glaube, Kinder von heute haben die gleichen Bedürfnisse wie damals. Echte Freundschaft, Familie und Geborgenheit. Das transportiert Diddl in seiner Welt.“ Dass das funktionieren kann, zeigt der Blick ins Ausland. In Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg feierte die Maus bereits ihr Comeback. Goletz sagt stolz: „Einige Produkte waren online kurz nach dem Relaunch schon ausverkauft.“ Angst vor einem Flop hat der Mäuse-Macher nicht, freut sich: „Das Feedback ist überwältigend und stimmt uns sehr zuversichtlich, dass es ein Erfolg wird.“

Diddl-Erfinder Thomas Goletz (59) bleibt gerne im Hintergrund, überlässt seinen Figuren die Bühne. Seine Maus hat ihn reich gemacht, arbeiten muss er nicht mehr. Zum Comeback sagt er zu BILD dennoch: „Ich freue mich, über beide Mäuseohren wieder loszudiddln.“
Foto: Diddl

Die neue Diddl-Kollektion verbindet die beliebten Motive mit neuen Produkten. Thomas Goletz hält die Rechte an seiner Maus, die Produkte werden über Lizenznehmer vertrieben
Foto: WARIMEX Waren- Import Export Handels-GmbH
Thomas Goletz: „Ein Teil von mir ist zurück“
Wer wird die neuen Produkte kaufen? Goletz: „Fans von früher und alle, die Diddl berührt.“ Er glaubt fest an die Kraft der Erinnerungen: „Die eigene unbeschwerte Kindheit vergeht viel zu schnell. Ein paar Jahre mit allen Freunden Blätter getauscht, und schwuppdiddlwupp ist man groß. Diese wunderbare, leichte und glückliche Kindheit tragen die Menschen noch immer tief in sich.“ Auch für ihn persönlich ist das Comeback ein großer Schritt. Goletz zu BILD: „Ein Teil von mir ist jetzt wieder zurück.“