Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Putin schließt weitreichende Kooperation
Aktualisiert am 21.07.2026 – 05:00 UhrLesedauer: 4 Min.
Putin ist auf die Hilfe von Staaten wie Nordkorea oder China dringend angewiesen. (Quelle: Sputnik/Alexander Kazakov/Pool via REUTERS)
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In der Ukraine meldet sich der Armeechef im Führungsstreit zu Wort. Putin empfängt einen wichtigen Partner im Kreml. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Nordkorea und Russland bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus
Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui hat in Moskau sowohl ihren russischen Amtskollegen Sergei Lawrow als auch Präsident Wladimir Putin zu Gesprächen getroffen. Beim sogenannten „dritten strategischen Dialog“ haben beide Seiten beschlossen, ihre bilaterale Zusammenarbeit weiter auszubauen und zu beschleunigen, berichtete Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Das Treffen der Außenminister fand demnach bereits am Montag statt.
In einer gemeinsamen Erklärung sicherten sich beide Regierungen zudem weitreichenden sicherheitspolitischen Beistand zu. Russland sprach Nordkorea seine „volle Unterstützung“ bei dessen Bemühungen aus, die eigene Souveränität gegen „feindliche“ Bedrohungen zu verteidigen. Nordkorea wiederum erklärte seine „unveränderte Unterstützung für sämtliche innen- und außenpolitische Maßnahmen“ Russlands, die darauf abzielten, „die eigentliche Ursache des Ukraine-Konflikts zu beseitigen“.
Nordkorea ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs eine für das Land beispiellose Militärkooperation mit Russland eingegangen. Neben flächendeckenden Lieferungen von Munition und Artilleriegeschossen hat Nordkorea laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes bis zu 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt.
Ukraine: Armeechef Syrskyj meldet sich in Führungsstreit zu Wort
In dem tagelangen Streit über die ukrainische Militärführung hat sich erstmals der Oberkommandierende Olexander Syrskyj geäußert, der womöglich vor der Entlassung steht. Es sei für ihn überraschend gewesen zu erfahren, dass er einen Konflikt mit dem entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow gehabt haben solle, schrieb Syrskyj (60) in der offiziellen Militärzeitschrift „Militarnyj“.
Er habe das für unterschiedliche Auffassungen zwischen Ministerium und Militär in Sachfragen gehalten. „So sollte es zwischen zwei Institutionen während eines großen Krieges auch sein“, erklärte der General. Er sei manchmal hart. „Falls ich jemanden in irgendeiner Weise gekränkt habe: Mychajlo Albertowitsch, bitte entschuldigen Sie!“
In der Ukraine gibt es seit Tagen Proteste, weil Präsident Wolodymyr Selenskyj den jungen Verteidigungsminister Fedorow entlassen hat. Dieser gilt als Reformer, der vor allem die erfolgreiche Drohnenkriegsführung vorangetrieben hat. Zugleich fordern die Demonstranten den Rücktritt Syrskyjs, dem vorgehalten wird, zu sehr an taktischem Denken aus Sowjetzeiten festzuhalten.


