Es war ein ruhiger Mittwochmorgen, an dem sich einmal mehr zeigte, wie sehr sich der Wochenmarkt in Büttgen verändert hat. Zwischen 5.30 Uhr und 13 Uhr waren die Stände aufgebaut, doch von der einstigen Lebendigkeit war wenig zu spüren. „Es kommt nichts Junges nach“, sagte eine Händlerin, die seit vielen Jahren vor Ort ist und anonym bleiben möchte. Sie nehme jede Woche eine längere Anfahrt in Kauf, doch die Entwicklung bereite ihr zunehmend Sorgen. Früher sei der Markt ein fester Treffpunkt gewesen. „Nach der Frauenmesse kamen die Leute rüber, da war hier richtig Betrieb.“ Heute dagegen bleibe es oft ruhig. Das Angebot habe sich deutlich ausgedünnt. Käse- und Geflügelstände fehlten komplett. „Wir brauchen mehr Händler und vor allem mehr Vielfalt“, sagte sie. „So wird der Markt nicht attraktiver.“