Die über zehnmonatige Vollsperrung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg ist gerade überstanden, da droht den Pendlern und Fahrgästen der Deutschen Bahn in Ostdeutschland bereits die nächste großräumige Baumaßnahme – und damit zusätzliche Zeitbelastungen und Schienenersatzverkehr.
Bauzeit von Januar bis September 2029
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Im Zeitraum von Januar bis September 2029 sind auf der Bahnstrecke Berlin (Ostbahnhof/Ostkreuz) – Frankfurt (Oder) nach Angaben der Deutschen Bahn AG mehrere Baumaßnahmen geplant. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag hervor.
Die Baumaßnahmen umfassen etwa 50 neue Weichen, 90 Kilometer Gleiserneuerung, acht neue Stellwerke, sechs Bahnübergangs-Erneuerungen sowie 110 Kilometer neue Oberleitung – inklusive neuer Masten.
Zudem sollen zwei Bahnsteige auf 210 Meter verlängert werden, eine neue Brücke an der A10 und eine neue Personenüberführung in Hangelsberg gebaut werden, die Strecke von Erkner bis Kunowice (Polen) mit dem Zugleitsystem ETCS ausgerüstet werden sowie drei Gleise auf 740 Meter erweitert werden.
Generalsanierung Berlin-Hamburg verzögerte sich
Noch nicht geklärt sei laut Bahn, ob es erneut zu einer Vollsperrung kommen werde. Nach Angaben der DB AG konzentrierten sich die aktuell geplanten Baumaßnahmen auf den Streckenabschnitt zwischen Hangelsberg und Frankfurt (Oder), schreibt die Regierung.
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Einzelmaßnahmen mit geringeren Auswirkungen seien zwischen Erkner und Hangelsberg geplant. „Die genaue Baustellenreihung, die Wahl der Sperrart (Vollsperrung oder eingleisige Sperrung) und zeitliche Dauer der Sperrungen sei Gegenstand der laufenden Abstimmungen mit den Zugangsberechtigten“, heißt es von Bahn und Regierung.
Zur Erinnerung: Pendler und Fahrgäste der Deutschen Bahn mussten aufgrund der Generalsanierung der Strecke Berlin-Hamburg vom August 2025 bis in den Juni 2026 lange Umleitungsstrecken beziehungsweise einen teils chaotischen Schienenersatzverkehr in Kauf nehmen.