Hinter der Moerser Leichtathletik-Familie Ritte liegen goldene Deutschen Masters-Meisterschaften. Sechs DM-Titel wurden in Mönchengladbach gewonnen. Über tausend Athletinnen und Athleten aus mehr als 600 Vereinen hatten die Qualifikationsnormen erfüllt und traten im Grenzlandstadion ab der W/M35-Altersklasse in den verschiedenen Disziplinen gegeneinander an.

Sechs DM-Titel verteidigt

Die Moerser Stabhochsprung-Spezialisten(innen) Ute, Christina, Wolfgang und Thomas Ritte hatten sich gleich in mehreren Disziplinen qualifiziert. Für sie ging es allerdings mehr als um eine reine Teilnahme, denn sie hatten die im vergangenen Jahr im thüringischen Gotha gewonnen sechs DM-Titel zu verteidigen.

In ihrer Spezialdisziplin galten sie auch in Mönchengladbach als erste Anwärter(innen) auf einen Platz auf dem begehrten Treppchen. Alle wurden im Stabhochsprung ihrer Favoritenrolle gerecht. So freute sich die 44-jährige Christina Ritte mit 3,10 Metern über einen souveränen Sieg. Ähnlich überlegen setzte sich Thomas Ritte (M45) durch. Er übersprang 4,10 Meter und gewann mit 50 Zentimetern Vorsprung.

Den dritten Titel sicherte sich Ute Ritte. Der 74-Jährigen gelang es sogar, trotz Windböen ihre Jahresbestleistung auf 2,30 Meter zu steigern. Einen harten Fight lieferte sich Wolfgang Ritte (73 Jahre) mit dem Wiesbadener Rolf Nucklies. Der ärgste Konkurrent überquerte 3,10 Meter, auf die der Moerser verzichtet hatte. Erst im dritten Versuch schaffte der pensionierte Ministerialbeamte die 3,20 Meter und sicherte sich die Goldmedaille.

Ihm gelang es zudem, seine beiden weiteren Deutschen Meistertitel zu verteidigen. So siegte Wolfgang Ritte im M70-Hürdensprint-Finale in 14,41 Sekunden sowie im M70-Weitsprung mit 4,49 Metern. Einen weiteren Platz auf dem Treppchen in ihrer Altersklasse verfehlten Christina Ritte und ihre Mutter Ute im Weitsprung. Beide belegten in dieser Disziplin jeweils Platz fünf mit 4,66 Metern beziehungsweise 3,09 Metern.