Bielefeld. Für viele Familien stehen die Ferien direkt vor der Tür. Badesachen, Waschzeug, Sonnencreme – die Packliste ist lang. Und mit jedem abgehakten Punkt steigt die Vorfreude auf den langersehnten Urlaub. „Doch ist das wirklich alles?“, fragt die Bielefelder Polizeisprecherin Sarah Siedschlag. In den Ferien ist mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Aufgepasst! Wo viele Staus entstehen, steigt auch das potenzielle Unfallrisiko.

„Wir wollen, dass Sie sicher in den Urlaub kommen und haben Ihnen eine Checkliste für eine sichere Fahrt in den Urlaub zusammengestellt“, betont die Behördensprecherin.

Unfallgefahr: Diese 43 Unfallschwerpunkte in Bielefeld sollten Sie kennen

Vor der Fahrt:

  • Machen Sie einen Technikcheck (Ölstand, Betriebsflüssigkeiten, Luftdruck, Beleuchtung, usw.) und gegebenenfalls auch des Anhängers/Wohnanhängers.
  • Gerade der Wohnwagen ist schnell falsch beladen oder überladen. Sind Sie in Bezug auf die Zuladung unsicher, lassen Sie Ihr Fahrzeug vorher wiegen, rät die Polizei.
  • Beim Beladen sind alle Gegenstände so zu sichern, dass nichts während der Fahrt verrutschen oder herunterfallen kann. Bedenken Sie, dass auch vermeintlich leichte Gegenstände und Tiere bei einer Vollbremsung oder einem Unfall zum Geschoss werden können.
  • Hilfreichen Gegenstände, die bei einem Verkehrsunfall benötigt werden, wie das Warndreieck, der Verbandskasten und die Warnwesten, sollten immer griffbereit sein.
  • Ausgeruht sein heißt, sicher ans Ziel zu kommen: Studien haben ergeben, dass eine Stunde weniger Schlaf das Risiko für einen Verkehrsunfall bereits um das 1,3-fache erhöht. Zwei Stunden weniger Schlaf verdoppeln das Unfallrisiko. Müdigkeit am Steuer ist ein unterschätztes Unfallrisiko im Straßenverkehr.

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Dieses Foto der Autobahnpolizei zeigt einen Jungen auf dem Beifahrersitz eines Herforder Fahrzeugs. Der Kopf des Jungen steckt zwischen den Leitersprossen. Bei einem Unfall drohen schwerste Gesichts- und Kehlkopfverletzungen. - © Polizei

Dieses Foto der Autobahnpolizei zeigt einen Jungen auf dem Beifahrersitz eines Herforder Fahrzeugs. Der Kopf des Jungen steckt zwischen den Leitersprossen. Bei einem Unfall drohen schwerste Gesichts- und Kehlkopfverletzungen.
| © Polizei

Während der Fahrt:

  • Fokus auf den Verkehr: Ob im Pkw oder im Wohnmobil – im Straßenverkehr werden alle Sinne benötigt. Jede Ablenkung erhöht das Unfallrisiko. Keine WhatsApp, keine Insta-Story und kein Anruf sind so wichtig, dass man dafür das eigene und das Leben Anderer gefährdet.
  • Rettungsgassen retten Leben. Seien Sie Vorbild und machen Sie frühzeitig Hilfskräften den Weg zum Unfallort durch eine nutzbare Rettungsgasse frei. Jede Sekunde kann zählen.
  • Eine erschreckende Zahl: Nur ein Drittel aller Kinder wird im Auto richtig angeschnallt. Die richtige Sicherung eines Kindes im Fahrzeug liegt in der Verantwortung der Eltern bzw. des Fahrzeugführenden. Für Kinder unter zwölf Jahren oder bis zu einer Körpergröße von 1,50 Meter gilt Kindersitzpflicht.
  • Abstand rettet Leben. Die Unterschreitung der Abstandsregeln ist – neben zu hoher Geschwindigkeit sowie Fehlern beim Fahrstreifenwechsel – wesentliche Ursache von Unfällen auf deutschen Autobahnen.
  • Die Polizei Bielefeld warnt: Verkehrsdienst und Autobahnpolizei werden über die gesamte Ferienzeit ein besonderes Augenmerk auf den Reiseverkehr richten. Siedschlag erklärt: „Wir wollen, dass Sie sicher an Ihr Ziel ankommen. Gute Fahrt und eine erholsame Ferienzeit!“

Mehr Informationen zum Thema „Sicher in den Urlaub und zurück“ finden Sie auf der Webseite der Polizei Bielefeld.