45.000 Fahrzeuge nutzen Tag für Tag den Rheinufertunnel in Düsseldorf. Fällt die Strecke aus, führt das meistens zu chaotischen Zuständen auf anderen innerstädtischen Straßen. Jetzt droht der wichtigen Verkehrsachse eine erneute Sperrung. Grund dafür sind nicht korrekt ausgeführte Arbeiten im April.

Rund 33.000 Quadratmeter Asphalt wurden während der Arbeiten vor drei Monaten im Tunnel neu aufgebracht. Doch dabei ist nicht alles so verlaufen wie geplant. „Im Zuge des Einbaus der neuen Asphaltdeckschicht im Rheinufertunnel kam es auf einem Teilabschnitt in Fahrtrichtung Norden zwischen der Parkhauseinfahrt und dem Joseph-Beuys-Ufer zu einer technischen Beeinträchtigung am Einbaugerät für den Gussasphalt“, sagte ein Sprecher der Stadt auf Anfrage unserer Redaktion.

Dadurch sei beim Abziehen des Asphalts in der Mitte der linken Fahrspur sowie in Teilen der rechten Fahrspur eine linienförmige Vertiefung entstanden. „Diese Vertiefung war zunächst nicht erkennbar“, sagte der Sprecher. Sie sei erst einige Tage nach der Verkehrsfreigabe aufgefallen.

Von den Rinnen betroffen sind laut Sprecher die linke Fahrspur sowie Teile der rechten Fahrspur in Fahrtrichtung Norden auf einer Länge von rund 900 Metern. „Durch den festgestellten Mangel ist die Gebrauchstauglichkeit der Fahrbahn eingeschränkt.“ Derzeit werde mit Schildern auf die Gefahrenstelle hingewiesen.

Wann die Mängel beseitigt werden, ist noch nicht klar. „Ein konkreter Termin für die Beseitigung der vorhandenen Rillen kann derzeit noch nicht benannt werden“, sagte der Sprecher. Gegenwärtig werde ein geeignetes Sanierungskonzept erarbeitet.

Worauf müssen sich die Nutzer und Nutzerinnen des Tunnels einstellen? „Nach aktuellem Planungsstand ist von einer nächtlichen Sperrung über einen Zeitraum von rund einer Woche auszugehen“, sagte der Sprecher. Der genaue Umfang und die Dauer könnten jedoch erst nach Abschluss der Erarbeitung des Sanierungskonzepts verbindlich festgelegt werden.

Zunächst hatte der WDR berichtet.