In einer gemeinsamen Erklärung sicherten sich beide Regierungen zudem weitreichenden sicherheitspolitischen Beistand zu. Russland sprach Nordkorea seine „volle Unterstützung“ bei dessen Bemühungen aus, die eigene Souveränität gegen „feindliche“ Bedrohungen zu verteidigen. Nordkorea wiederum erklärte seine „unveränderte Unterstützung für sämtliche innen- und außenpolitische Maßnahmen“ Russlands, die darauf abzielten, „die eigentliche Ursache des Ukraine-Konflikts zu beseitigen“.

Nordkorea ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs eine für das Land beispiellose Militärkooperation mit Russland eingegangen. Neben flächendeckenden Lieferungen von Munition und Artilleriegeschossen hat Nordkorea laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes bis zu 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt.

Ukraine: Armeechef Syrskyj meldet sich in Führungsstreit zu Wort

In dem tagelangen Streit über die ukrainische Militärführung hat sich erstmals der Oberkommandierende Olexander Syrskyj geäußert, der womöglich vor der Entlassung steht. Es sei für ihn überraschend gewesen zu erfahren, dass er einen Konflikt mit dem entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow gehabt haben solle, schrieb der 60-jährige Syrskyj in der offiziellen Militärzeitschrift „Militarnyj“.

imago images 0707606624Vergrößern des BildesOlexander Syrskyj: Er schaltet sich in die Debatte um den entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow ein. (Quelle: IMAGO/Ukraine Presidency/Ukrainian Pre/imago)

Er habe das für unterschiedliche Auffassungen zwischen Ministerium und Militär in Sachfragen gehalten. „So sollte es zwischen zwei Institutionen während eines großen Krieges auch sein“, erklärte der General. Er sei manchmal hart. „Falls ich jemanden in irgendeiner Weise gekränkt habe: Mychajlo Albertowitsch, bitte entschuldigen Sie!“

In der Ukraine gibt es seit Tagen Proteste, weil Präsident Wolodymyr Selenskyj den jungen Verteidigungsminister Fedorow entlassen hat. Dieser gilt als Reformer, der vor allem die erfolgreiche Drohnenkriegsführung vorangetrieben hat. Zugleich fordern die Demonstranten den Rücktritt Syrskyjs, dem vorgehalten wird, zu sehr an taktischem Denken aus Sowjetzeiten festzuhalten.

Dissidenten spüren Terror durch Lukaschenko und Putin

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs haben Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko die Zügel noch einmal angezogen. Im Inland wird die Opposition brutal unterdrückt, Widerspruch teils mit Gefängnis bestraft. Doch auch Kritiker im europäischen Exil müssen zunehmend die Verfolgung durch beide Regime fürchten. Ein Experte zieht sogar Parallelen zum Großen Terror unter Stalin und zur Repression im Nazi-Deutschland der Vorkriegszeit.

Zahl der Todesopfer auf Frachtschiff vor Odessa verdoppelt

Nach dem russischen Angriff auf ein internationales Frachtschiff im Schwarzen Meer hat sich die Zahl der Todesopfer nach ukrainischen Angaben verdoppelt. Nach neuen Erkenntnissen wurden zehn Menschen bei der Attacke vor der Stadt Odessa getötet, wie die ukrainische Hafenbehörde mitteilt.

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