Minister Wilke, Sie sind nach Ihrer Hochzeit mit Ihrer Gattin auf dem Jakobsweg unterwegs gewesen. Wie war denn die Hochzeitreise?
Das Pilgern ist eine schöne Art, ein Land anders kennenzulernen. Ich bin früher viel Fahrrad gefahren: Da zieht das Land, da ziehen die Menschen an einem vorbei. Beim Pilgern ist das nicht so. Man kommt anders in Berührung mit dem Land. Man sieht seine Schwierigkeiten, man sieht seine Vorzüge. Und es war eine körperliche Herausforderung. Nun ist es nicht so, dass ich bei der Wanderung öffentlich kommunizierbare Erkenntnisse gewonnen oder eine gravierende Lebensentscheidung getroffen hätte. Aber man hat Zeit, nachzudenken, zu reflektieren und Dinge zu verarbeiten.