Nachdem das russische Finanzministerium und die Zentralbank des Landes bereits im vergangenen Jahr die offizielle Regulierung von Kryptowährungen im Inland vorangetrieben hatten, wurde in den vergangenen Monaten die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen. Nun hat die Staatsduma, das Unterhaus des russischen Parlaments, das entsprechende Gesetz für den regulierten inländischen Handel in zweiter und dritter Lesung verabschiedet.

Vor seinem Inkrafttreten muss es noch vom Föderationsrat gebilligt und anschließend von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet werden. Der Hauptteil der Regelungen soll am 1. September 2026 in Kraft treten.

Das Gesetz schafft erstmals einen umfassenden Rechtsrahmen für den regulierten Krypto-Markt in Russland. Dieser umfasst Regeln für den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen, deren Verwahrung, Dokumentation und Handel sowie die Tätigkeit von Börsen, Brokern, Verwahrstellen, Mining-Unternehmen und weiteren Akteuren auf dem Finanzmarkt.

Neben Kryptowährungen erfasst das Gesetz auch sogenannte „digitale Rechte“, etwa Digital Financial Assets (DFA), sowie ausländische digitale Instrumente, zu denen unter anderem tokenisierte Vermögenswerte und ausländische Stablecoins zählen.