Newsblog zum Krieg in Nahost

Unangenehme Fragen im Kongress – So teuer ist Trumps Iran-Krieg

Aktualisiert am 21.07.2026 – 23:27 UhrLesedauer: 14 Min.

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US-Präsident Donald Trump: „Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht“. (Quelle: IMAGO/AdMedia/imago)

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US-Verteidigungsminister Hegseth muss sich im Kongress unangenehmen Fragen zu den Kosten des Iran-Kriegs stellen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Iran droht USA bei Angriff auf Atomanlagen mit Vergeltung

Das oberste Militärkommando des Iran droht mit Angriffen auf Ziele der USA und ihrer Verbündeten, sollte Washington iranische Atomanlagen attackieren. Dies berichten staatliche Medien. Die Erklärung des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija folgt auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach die USA „sehr bald“ die Region um „Pickaxe Mountain“ angreifen würden. Gemeint ist das stark befestigte Tunnelsystem im Berg Kuh-e Kolang.

Hegseth: Iran-Krieg kostet USA bisher 37,5 Milliarden Dollar

Der Krieg gegen den Iran kostet die USA nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth inzwischen 37,5 Milliarden Dollar (rund 32 Milliarden Euro). Das sagte Hegseth bei einer Anhörung im US-Senat auf Nachfrage des demokratischen Senators Dick Durbin. Die bisherige Schätzung hatte bei 29 Milliarden Dollar gelegen.

Hegseth machte zugleich deutlich, dass es sich nicht ausschließlich um bereits angefallene Kosten handelt. Die Summe umfasse neben den bisherigen Ausgaben auch erwartete Kosten bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres am 30. September. Dazu zählten unter anderem Soldzahlungen für Militärangehörige sowie Betriebs- und Wartungskosten. Durbin fragte weiter, ob die anhaltenden Gefechte darauf hindeuteten, dass die Kosten in den kommenden Monaten weiter steigen könnten. Hegseth antwortete, ein Teil der genannten 37,5 Milliarden Dollar berücksichtige bereits voraussichtliche Ausgaben bis Ende September.

Hegseth warb im Kongress für einen Nachtragshaushalt in Höhe von 67 Milliarden Dollar für das Verteidigungsministerium. Das Geld soll unter anderem die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte sichern, verbrauchtes Material ersetzen und Investitionen in Munition sowie neue Waffensysteme beschleunigen.

Trump sagt libanesischem Präsidenten Unterstützung zu

Trump hat bei einem Besuch seines libanesischen Amtskollegen Joseph Aoun im Weißen Haus dem Libanon Unterstützung bei seinen Bemühungen um einen Frieden mit Israel zugesagt. Der Libanon sei „sehr schlecht behandelt“ und seit Jahrzehnten „hart getroffen“ worden, sagte Trump an der Seite von Aoun im Oval Office am Dienstag vor Journalisten.

Der Libanon sei „wahrscheinlich in vielerlei Hinsicht ein gefährlicher Ort“, sagte Trump weiter. „Aber sie lieben ihr Land und wir werden ihm helfen. Wir werden ihm sehr helfen“, betonte er. Aoun forderte seinerseits, dass die libanesischen Streitkräfte (LAF) unterstützt werden müssen. „Ohne die LAF wird alles zusammenbrechen“, sagte er. Die Armee sei das „Rückgrat der Sicherheit und Stabilität“ des Landes.

Aoun bedankte sich bei seinem Gastgeber zudem für den „historischen Besuch und den gemeinsam mit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens erzielten historischen Erfolg“. Sein „oberstes Ziel sei es, den Zustand der Feindschaft zwischen dem Libanon und Israel ein für alle Mal zu beenden“, erklärte er.

Trump bringt Angriff auf „Pickaxe Mountain“ auf

Im festgefahrenen Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump erneut mit US-Angriffen auf das Areal rund um die iranische Atomeinrichtung gedroht, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. „Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht“, sagte er bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. Bereits zuvor hatte der Republikaner eine entsprechende Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt.